Nächtliche Besuche in Etablissements, in denen öffentliche Tanzveranstaltungen abgehalten werden, eröffnen dem interessierten Betrachter den Blick auf eine Vielzahl verschiedener Tanzstile. Hier werden einige davon beschrieben.
Der Gewichtsverlagerer - tanzt indem er das Gewicht von einen Fuß auf den anderen verlagert, ohne einen davon je vom Boden abzuheben.
Der Brummkreisel - seine Tanzbewegungen erinnern an das Spielzeug aus Kindertagen. Der Tänzer dreht sich immer nur im Kreis und das unabhängig von der Musik. Wenn es nicht so laut wäre im Tanzlokal, könnte man ihn sicher auch brummen hören.
Der Jogger - bewegt sich joggend über die Tanzfläche und das häufig auch unabhängig vom Rhythmus der Musik. Denkt sich vermutlich, daß er so spät ins Bett kommt, daß das Joggen in der Früh ausfallen wird und kombiniert so beides.
Der Minimalist - steht weitestgehend regungslos auf der Tanzfläche und denkt sich seine Tanzbewegungen.
Der Goaflummi - Hüpfendes Individuum, gerne auch barfuß mit und ohne Glöckchenkette um den Knöchel, welches im Takt der Musik wie ein Gummiball über die Tanzfläche hoppelt und dabei rhythmisch die Arme in die Luft wirft. Dynamischer, raumfordernder Tanzstil.
Die Tangoqueen - Hat sich im Lokal geirrt und/oder noch dazu ihren Tanzpartner vergessen. Schwebt in tangoähnlichen Bewegungsmustern zwischen den übrigen Tänzern hindurch.
Der sterbende Schwan - Kniet oder sitzt auf dem Boden und fuchtelt mit den Armen. Hinzu kommt ein mehr oder weniger delirischer Gesichtsausdruck.
Der Krautstampfer - Macht mit den Füßen heftige Stampfbewegungen, als ob er oder sie in einem Krautfaß stünde, dessen Inhalt es zu zerstampfen gilt.