Freitag, 30. Juli 2010
Beim Grillen gibt es multiple Herausforderungen. Beispielsweise benötigt man einen Grill. Dieser existiert nun in diesem Haushalt, weil dankenswerterweise Frau Kaltmamsell ein bisschen vergesslich ist. Ausserdem braucht man natürlich Grillgut, um gut zu grillen. Für die Freunde der Fleischlosigkeit bietet der einschlägige Fachhandel inzwischen ein gewisses Sortiment an Grillkäse an, leider ist das im selben Fachhandel erhältliche Einwegbesteck nicht geeignet, zum Verzehr des Käses herangezogen zu werden. Die Auswirkungen ungeeigneten Werkzeugs auf das ungeeignete Werkzeug sind im Bild unten dann auch zu begutachten. dyfustifications empfiehlt für die Zukunft eine Säge. Und eine Heugabel. Der im Rahmen der Aufräumarbeiten nach diesem Grillabend durch unsachgemäßes Hantieren mit der Abtropfschale des E-Grills auf dem Balkonboden entstandene Fettfleck, erwies sich im Rahmen der derzeitigen Schlechtwetterphase erwartungsgemäß als ausserordentlich wasserresistent.
Der Sommerschlussverkauf, der eigentlich gar nicht mehr so heisst, ist auch in anderer Hinsicht ein Segen. Dankenswerterweise wird in diesem Kontext auch die Video-Überwachung reduziert. Da muss sich der Bürger nun endlich nicht mehr dauerbeobachtet vorkommen. Ist das nicht herrlich?

Freitag, 16. Juli 2010
Dieser Tage lastete drückende Hitze über der Stadt und wir sehnten uns ein erfrischendes Gewitter herbei. Unter anderem auch, um sich das Blumengießen am Abend zu sparen. Das dyfustifications-Laboratorium für angewandten Wahnwitz entwickelte in Kooperation mit unserem Gastwissenschaftler Kollege K eine Apparatur zur Erzeugung einer Gewitterzelle im Büro.
Hier der Versuchsaufbau:

Als Ventilator diente dieses Ultramegapowermiefquirl-Flugzeug aus der Windkanalforschung von Prof. Dr. Kitty. Wir danken für die Bereitstellung dieses kostspieligen und technisch hochkomplexen Gerätes. Leider steckt die Gewitterzellenforschung in Büros noch in den Kinderschuhen, da es bisher nur gelang Wutausbrüche bei Kollegen, cholerische Anfälle und zugluftbedingte Muskelbeschwerden zu generieren. Wir forschen jedoch unermüdlich weiter.
Auch für ein Keinmalpasswort wird ein Token benötigt. Hierzu eignet sich jedes Token, dessen Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist.
Montag, 12. Juli 2010
Liebe MVG,
daran, daß deine Fahrplanauskunft bisweilen absurd-sinnlose bis verwegene Routingvorschläge macht, wie man mit deinen Bussen und Bahnen in München von A nach B kommt, haben wir uns ja fast schon gewöhnt.
Was allerdings der tiefere Sinn hinter diesem Vorschlag ist, vermag sich mir nicht zu erschließen.
Eigentlich wollte ich ja nur Abfahrzeiten und Fahrtdauer rausfinden, wurde dann aber mit diesem Reisevorschlag konfrontiert: Wenn ich von Garching-Forschungszentrum zum Harras fahren möchte, schlägt mir das System zu jeder Tageszeit vor, in Kieferngarten von der U6 in die U6 umzusteigen und dazwischen noch 5 bis 10 Minuten an jener gestalterisch misslungenen Haltestelle "Kieferngarten" zu verweilen, obwohl die U6 doch sowieso bis zum Harras fährt.
Kann mir das vielleicht mal jemand erklären?
Ratlose Grüße
eure dyfa
Montag, 5. Juli 2010
Der tägliche Blick am Morgen auf die Zeitungskästen an den Haltestellen offenbart jedesmal aufs Neue die ebenso typischen, wie gruseligen Standardformulierungen für Schlagzeilen.
- Schlagzeilen, die mit "So ..." beginnen. ("So teuer wird die Wiesn!", "So holen wir den Titel!")
- Schlagzeilen, die mit "Jetzt spricht..."beginnen ("Jetzt spricht seine Frau!") (Danke an Uwe S. für den Hinweis!)
- Schlagzeilen, die mit "Alles über..." beginnen. ("Alles über Hitzepickel!")
Und dafür wollen die Hiasln allen Ernstes ein Leistungsschutzrecht haben?
Sonntag, 4. Juli 2010
Ich habe mir überlegt, die Musik, die bei mir Einzug hält, mal etwas genauer zu besprechen und euch nicht nur mit Namen und Albumtiteln zu bewerfen. Da ich vor einer Weile glückliche Besitzerin einer neuen CD geworden bin, fange ich doch einfach mal damit an.
In der Folge einiger Verwicklungen ist auch die erste CD zum Anfassen, die das Psytrance-Label BMSS (Bruder Mond, Schwester Sonne) jemals produziert hat, in meinem Musikregal gelandet (Danke an Boom Shankar!). Das Opus heisst "A Concept in Psy" und wurde von DJ Saltaux zusammengestellt. Ich spare mir jetzt mal das Auflisten der Tracks, das kann sich jeder selbst durchlesen. Ihr seid ja schon alle groß! ;-) Naja, fast alle.
Der Wumms als solcher ist ziemlich ausgereift und man sollte vermeiden, sich die CD anzuhören, wenn man sich gerade mit verstopften Stirn- und Nebenhöhlen herumplagt. Die Vibrationen sind dann eher unangenehm. Ohne Atemwegserkrankungen bietet die Compilation dem geneigten Fan beschleunigter elektronischer Randgruppenmusik einen ausserordentlichen Hörgenuss für die meisten Lebenslagen.
Das Cover finde ich ein bisserl seltsam. "Hahaha!" dachte ich zunächst! "Die Viecher sehen ja aus wie fliegende Gürteltiere." Bei näherer Betrachtung stellte sich dann jedoch heraus, daß es sich wirklich um fliegende Gürteltiere handelt Allerliebst. Ausserdem zieren Einhörner und ein komischer Leprechaun das Cover. Vielleicht sollte man erwägen, einen Schutzumschlag zu verwenden. Naja, die CD landet dann sowieso im Regal, den Wumms selbst führe ich auf einem mobilen Device mit mir. Ist ja auch praktischer.
Und ich weiss jetzt immer noch nicht, warum Gürteltiere überhaupt fliegen... ist aber auch egal. Die Musik taugt. ;-)
Freitag, 2. Juli 2010
Wie entsteht eigentlich eine Mandelentzündung?

Danke an Herrn D für die Idee zu diesem unfassbaren wissenschaftlichen Beitrag.
Donnerstag, 1. Juli 2010
Alle reden vom Leistungsschutzrecht für Verlage und von bedrohten Geschäftsmodellen, doch niemand denkt an eine Branche, der der Digitalisierungwahn noch schwer zu schaffen machen wird: die Möbelindustrie und der Möbelhandel!
Warum wird diese Branche in Zukunft darunter leiden, dass die Menschen immer mehr auf digitalisierte Medien zurückgreifen?
Für ein eBook braucht man kein Bücherregale! Die Umsätze mit Regalen werden einbrechen, weil diese niemand mehr kaufen wird, weil Bücher, DVDs und CDs in Zukunft nur in digitalisierter Form auf Rechnern abgelegt werden und die altertümlichen Datenträger auf den Müllhalden der Geschichte oder in Kartons im Keller landen.
Ich fordere ein Leistungsschutzrecht für Möbelhersteller und Möbelverkäufer! Eine Zwangsabgabe auf Computer und eBooks ist unvermeidlich! Oder eine Gebühr, die auf die Miete aufgeschlagen wird!
Die Zentrale stellt mir einen Anruf durch. Am Telefon ist eine Vertrieblerin (V) eines Anbieters, die uns etwas Technisches (!) verkaufen möchte. Frau B nimmt das Gespräch an. Abwimmeln von lästigem Verkaufspersonal ist mein Hobby. Die Vertrieblerin wird nach dem handelsüblichen Warteschleifengedudel mit einer Frauenstimme konfrontiert, nämlich meiner.
V: "Oh, jetzt bin ich wieder in der Zentrale gelandet! Man wollte mich in die Technik durchstellen!"
D: "Sie SIND in der Technik gelandet. Nicht überall, wo eine Frau am Telefon ist, handelt es sich zwingend um das Sekretariat!"
V: "Ich wollte eigentlich Herrn Müllermayerschmidt sprechen! Sind Sie seine Assistentin?"
D: "Mitnichten!" [Einspielung: Frau Bs bewährtes Knurrgeräusch!]
Erwähnte ich schon, dass ich das "Sind Sie die Sekretärin?"-Phänomen bei männlichen Gesprächspartnern deutlich seltener erlebe, als bei anderen Frauen? Mädels, so wird das nichts. Ach ja, gekauft haben wir übrigens auch nichts.
Mittwoch, 30. Juni 2010
Ab 21 Uhr möchten die Verkehrsbetriebe in vielen Städten - so auch in München, daß man im Bus vorne einsteigt und bei der Gelegenheit auch seine Fahrkarte vorzeigt. Für Zeitkarteninhaber bedeutet diese Regelung meist ein mehr oder weniger umständliches Herauskramen der Fahrkarte, die nach eigener Erfahrung die meisten Busfahrer so richtig gar nicht interessiert. Niemand kontrolliert, ob das meine Zeitkarte ist oder ob sie überhaupt gültig ist. Es ist im Grunde völlig ausreichend, einen näherungsweise fahrkartenfömigen Zettel in Richtung des Fahrers zu halten, sofern er der dem Dokument überhaupt irgendeine Beachtung schenkt und nicht den Fahrgast vollendet ignoriert.
Wozu also das Ganze? Eigentlich kann man's diese Pseudokontrollen doch auch einfach sein lassen. Fahrer und Fahrgäste werden nicht mehr belästigt. Gegenrede? Formal oder begründet?
Eigentlich wollte Ratzigunde ja als Liveberichterstatterin vom Bundesparteitag der Pirat(t)en berichten, aber aus $GRUND und deswegen, weil sie selbst nicht tippen kann und ich für Sekretariatsdienstleistungen weder Zeit noch Lust hatte, kam es nicht dazu. Zum Trost und um den dauernde Genörgel der jungen Dame Einhalt zu gebieten, wenigstens ein Beweisfoto.
Dienstag, 29. Juni 2010
Seit gestern wohnen diese beiden Kollegen hier. Sie heissen Habanero mit Nachnamen und dulden, sofern sie mit Schneidwerkzeugen behandelt werden sollen, nur mit Latexhandschuhen angefasst zu werden.
Was ich mit den Teilen anstellen werde, weiss ich auch noch nicht so genau. Ich fürchte, die Verwendung derselben in Nahrungsmittelzubereitungen dürfte relevanten Teilen meiner Freunde und Bekannten, zu scharf sein. Vielleicht auch mir. Mal schmecken. ;-) Möglicherweise haben die Kollegen D und F ja sachdienliche Vorschläge.
Das Konzept des Schönsaufens hat ja eine lange und mitunter sehr erfolglose Tradition. Gelegentlich sollen auch schon Ehen auf diesem Wege zustande gekommen sein, aber das will man vielleicht nicht gar so genau wissen. Jedenfalls bietet gerade die Politik allen Beteiligten immer wieder reichlich Anlaß diese Vorgehensweise in Erwägung zu ziehen. Dies trifft leider auch auf Bundesparteitage der Piraten zu, was aber leider ein eher strukturelles denn inhaltliches Problem darstellt.
Die nebenstehende Aufnahme stammt vom letzten Bundesparteitag der Piratenpartei, einem in vielfacher Hinsicht denkwürdigen Event. Ich wollte mich eigentlich nach dem Ereignis in epischer Breite dazu in diesem meinem Medium auslassen, habe es aber aus einer Vielzahl von guten AusredenGründen versäumt, dies auch zu tun. Jedenfalls hat diese Flasche Weinbrand möglicherweise für den ein oder anderen Piraten die Prozedur des Schönsaufens jenes Parteitags eingeleitet. Die alkoholinduzierte Verbesserung der feilgebotenen Speisen ist dann wohl eher eine Frage des kulinarischen Anspruchs. Die Pommes (siehe Bild) und andere Delikatessen des fahrenden Fastfood-Gewerbes waren nicht überragend, aber auch keine Zumutung. Nächstes Mal ziehe ich jedoch eine wie auch immer geartete Selbstversorgung in Betracht. Und Weinbrand werde ich nicht in meinen Picknickkorb packen. Versprochen.
Montag, 28. Juni 2010
Da habt ihr echt geglaubt, ihr kommt durch den Sommer 2010, ohne daß ich euch mit Blumenbildern quäle? Bloss, weil ich jetzt keinen Garten mehr habe? HA! Ihr seid so naiv!
Rosa Rose mit den typischen Sprenkeln, die durch deutlich zuviel Regen entstehen.
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