Dienstag, 3. November 2009
Werden hier etwa Menschen mit Übergewicht und ohne Partner durch die Verkehrsbetriebe diskriminiert? Oder gibt es Rabatte?
Wahrscheinlich nicht. ;-)
Was ich mich allerdings frage ist, wie die kontrollieren wollen, dass ich die Fahrkarte nicht übertragen habe?
Freitag, 16. Oktober 2009
Das Konzept mit dem goldenen Oktober ist dieses Jahr ein bisserl defekt und wie Herr A schon treffend analysierte spart die Bundesregierung in diesem Jahr den Herbst ein, um die Heizölbranche zu stimulieren.
Und weil es heute den ganzen Tag geschneit hat und vor ein paar Tagen hier noch superschönes warmes Herbstwetter war und im Garten noch Bienen rumgeschwirrt sind, gibt es jetzt zur moralischen Erbauung noch zwei schöne Bilder. [Klicken vergrößert]

Den armen Bienen ist der Temperatursturz vermutlich auch nicht bekommen. :-(

Mittwoch, 14. Oktober 2009
13. Oktober 2009, das Laub hängt noch an den Bäumen und Schnee fällt vom Himmel. Liegen geblieben ist er nicht, nur auf einem Auto in der Nachbarschaft lag noch ein bisserl was für ein Beweisfoto. Dennoch besteht das Risiko, daß das ein langer kalter Winter wird. Ich muss mal einen Check der Winterausrüstung ansetzen. Schuhe, warme Kleidung und ausreichend Wolldecken.
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Gestern abend war beim MVV in der U-Bahn die große Abfahrtszeitenanzeigeverwirrung in Betrieb. Am U-Bahnhof Giselastraße behauptete die Anzeige die eben einfahrende Bahn führe erst in neun Minuten. Am Sendlinger Tor fuhren dann mehrere "virtuelle Züge" durch (zumindest laut Anzeige), in die naturgemäß niemand einsteigen konnte. So ist das Warten auf dem Bahnsteig nicht mehr so langweilig. Ähm, naja.
Auch verwirrend finde ich, daß man auf manchen U-Bahnstrecken schon Handyempfang hat. In der U-Bahn hatte ich bislang meine Ruhe. Als mein Handy neulich im Untergrund ungefragt losbimmelte, habe ich das Gerät als erstes gefragt "Warum klingelst du? Wir sind hier in der U-Bahn!". Einige Mitpassagiere fanden das wohl merkwürdig, daß ich so mit dem Handy rede. Gut, daß die nicht wissen, daß ich mich auch mit meinen Plüschratten unterhalte.
Dienstag, 6. Oktober 2009
Das Oktoberfest ist vorbei und ich komme endlich dazu mal einen Artikel über Trachten(mode) zu schreiben. Anlaß für diesen Artikel ist die doch recht ansehnliche Zahl von Leuten, die über Pseudotrachten schimpfen und sich über die Flut an Billigdirndln aufregen und über die Verwendung von schillernden bunten Stoffen, am Schlimmsten noch mit Glitzer. Und überhaupt sei das ja alles total pseudomäßig und überhaupt keine echte Tracht. Klar, die Wiesn hat auch einen deutlichen Zug karnevalistischer Verkleidung. Und ich persönlich finde Glitzer auch nicht schön, aber das ist nicht unbedingt auf das Wiesngwand beschränkt.
Ich meine aber, man muß auch Kleidungsstücken wie dem Dirndl zugestehen, ein Anrecht auf eine (modische) Weiterentwicklung zu haben. Viele der Stoffe, die heute zu gescholtenen "Modedirndln" verarbeitet werden, gab es zur Entstehungs- oder Blütezeit des Dirndls noch gar nicht oder zumindest nicht als einigermaßen preiswerte Massenware. Wer weiss, wie die traditionellen Dirndln heute aussehen würden, hätten die Schneiderinnen damals solche Stoffe zur Verfügung gehabt? Auch diese Art von Kleidung ist immer geprägt von den Anforderungen (z.B. Feldarbeit) und der Verfügbarkeit von Materialien. Es wird verarbeitet, was verfügbar ist und was man sich leisten kann.
Und es gibt sicher auch bei den echten Trachten geschmackliche Entgleisungen. Es hat meiner Ansicht nach beides seine Daseinsberechtigung: Das traditionelle und das modische Dirndl. Das gilt analog natürlich auch für die Herrentrachten.
Man muß auch anerkennen, daß auch die vielgescholtenen Glitzerdirndl durch ihre Präsenz auf der Wiesn bzw in München auch zu anderen Anlässen zum Erhalt und zur Akzeptanz dieser Art Kleidungsstück beitragen. Denn solche Kleidung lebt jenseits ihres ursprünglichen Verwendungszwecks nur dann weiter, wenn sie auch im Alltag oder auf Festen getragen wird und nicht nur im Museum hängt. Echte Trachten sind einfach auch sehr teuer und das kann sich auch nicht jeder leisten, selbst wenn derjenige gerne mal ein traditionelles Kleidungsstück anzieht, auch ausserhalb der Wiesnzeit. Ausserdem, was trage ich als Jemand, der nicht in Bayern geboren ist und aus einer Gegend stammt, wo es keine wirkliche Tracht gibt?
Die Jeans war und ist übrigens eine Arbeitshose und gleichzeitig ein modisches Kleidungsstück, welches dem Wandel unterworfen ist.
Montag, 5. Oktober 2009
Die Wiesn ist vorbei, die Blätter färben sich bunt, die Winterdepression kann kommen. Gestern abend roch es auch schon sehr herbstlich, als ich das Haus verließ.
Sonntag, 4. Oktober 2009
Nachdem ganz viele Leute sicherlich die letzten beiden Wochen ganz oft Karussell gefahren sind, ohne dabei eines der auf der Wiesn anwesenden Fahrgeschäfte zu besteigen, ist der Spuk mit dem heutigen Tag vorbei. Die Stadt kann wieder zur Ruhe kommen, die letzten betrunkenen Touristen werden sich auf den Heimweg machen und die Theresienwiese macht sich dann langsam fein für's Winter-Tollwood. Zum Abschluß noch ein Bild mit reichlich Bewegungs- und Unterbelichtungsunschärfe. ;-)

Auf dem Heimweg vom Piratenstammtisch letzten Freitag habe ich dummerweise den Moment erwischt, als die Wiesn ihre Pforten für den fraglichen Tag schloss. Entsprechend war die Trambahn voller schwerstbetrunkener Vollhonks, die ebenso laut wie falsch singend gen Hauptbahnhof fuhren und dabei häufig nicht auf eigenen Füssen stehen konnten. Grüße von meinen geplagten Zehen. *aua* Zum Glück hat keiner meiner Mitpassagiere seinen Mageninhalt nochmal Revue passieren lassen.
Freitag, 2. Oktober 2009
Wieder ein Wiesnbesuch, diesmal in einer modifizierten Version des Dirndls dh. andere Bluse und andere Schürze. Naja, auch anderes Zelt und andere Begleitung. War amüsant, vor allem als sich der Nebentisch im Biergarten mit einem Dutzend als grüne Bierflaschen verkleideter Menschen füllte. Ausserdem habe ich gelernt, daß die Schlange vor dem Herrenklo jedesmal länger war, als vor dem Damenklo. Vielleicht schütten die Herren ja mehr in sich hinein, was wieder raus muß?
Und nach einem gewissen Quantum Bier noch eine Praterbombe (enthält nur Kalorien, ausserdem Mohrenkopfpampe, Schokolade und Waffelstückchen) zu verspeisen ist nur eine semitolle Idee. Ein bisschen schlecht war es mir danach schon.
Gestern war es wirklich schwierig einen geeigneten Platz in der Tram morgens in die Arbeit zu finden. Das lag weniger an einer zu geringen Menge freier Plätze, als an der Auswahl potentieller Sitznachbarn.
Der erste Nachbar verströmte unaufgefordert eine fiese Geruchskomposition aus Bierdunst, Knoblauch, Rauch und Hundekacke. Ich habe daraufhin recht zügig den Platz gewechselt. Die Zeiten, in denen ich sowas aus falsch verstandener Höflichkeit ertragen hätte, sind auch vorbei. Die nächste gegenübersitzende Nachbarin war eine Rentnerin, die unterbrechungsfrei und geräuschvoll an ihrem ebenso defekten wie unbefestigten Gebiss herumnuckelte und das bei geöffnetem Mund. Die herumwackelnden Gebissfragmente drohten jeden Moment herauszufallen. Ich sah mich abermals zu einem Platzwechsel gezwungen. So eine Horrorshow brauche ich nicht und erst recht nicht auf nüchternen Magen.
Wem das noch nicht reicht, kann ja mal hier gucken: München kotzt!
Mittwoch, 30. September 2009
Da haben die sich doch glatt beim "Beschriften" dieses Fahrgeschäftes vertippt. Es müsste zweifelsfrei Höllenbritz heissen. Frechheit!
Montag, 28. September 2009
Das darf alles nicht wahr sein, werdet ihr sagen! Ist es aber. Wiesn ist ja so was ähnliches wie Karneval. Die Leute verkleiden sich, obwohl sie eigentlich nur einen trinken gehen wollen. Es gibt zum Beispiel Leute, die sich Plüschmasskrüge auf den Kopf setzen. Andere versuchen sich in einer Schafssimulation. Vielleicht ist es auch ein Widder oder Hammel. Aber darauf kommt es auch nicht so wirklich an.
Es gibt auch Leute, die im Reiterdress (Braune Cordjacke, weisse Hose, Reitstiefel) auf die Wiesn gehen und dann irritiert reagieren, wenn sie - sich suchend umsehend - gefragt werden, ob sie ihr Pferd verloren haben.
Ausserdem kann man in der Warteschlange zum Damenklo lustige Bekanntschaften machen.
Und wer wie angedroht Frau B im Dirndl sehen will, muss klicken.
"Kamelle! Strüssje!" vollständig lesen
Freitag, 25. September 2009
Da steht man mit dem Auto an der roten Ampel und neben uns versucht ein Mitmensch im Trachtengewand auf dem Bürgersteig sein Radl mehr oder weniger auf der Stelle zu wenden. Leider gelang das aufgrund der vermutlich konsumierten Alkoholmengen nicht so richtig. Er und sein Radl legten sich beim Wendeversuch richtig schön und filmreif auf die Nase. Ich denke dem Unbekannten für diese sehr amüsante Inszenierung. Nachdem er sich wieder hochgerappelt hatte, versuchte er weiterzuradeln, aber dieses Ansinnen wies recht sparsame Erfolgsaussichten auf.
Auf dem U-Bahnsteig machte sich zuvor eine größere Gruppe sehr angeheiterter und vermutlich aus diesem Grund laut singender Herrschaften breit. Ich befürchte, die waren mit dem Feiern noch nicht fertig.
Betrunkene, die (in der Bahn) versuchen zu flirten sind ein ebenso jämmerlicher wie belustigender Anblick. Besonders, wenn sie dabei auch noch einschlafen.
Dieses Jahr noch keine Wiesnpizza (für Auswärtige: Kotzpfütze) gesichtet. Wird es dabei bleiben?
Am Wochenende werde ich einen Vor-Ort-Einsatz für euch wagen und im Dirndl auf die Wiesn gehen. Falls ich nicht meinen Verstand bzw mein Handy verliere, werde ich vielleicht darüber twittern. ;o)
Donnerstag, 24. September 2009
Zur Wiesnzeit wird man in München öfter als sonst einen Fahrkartenkontrolleur in den öffentlichen Verkehrsmitteln antreffen, denn mancher Tourist nimmt es mit der Fahrkartenbeschaffung nicht ganz so genau. Wenn man Gespräche jugendlicher Mitmenschen auf dem Weg zum Oktoberfest anhört, kann man die Motivation der MVG auch verstehen. "Ach, für die paar Stationen brauch ich keine Fahrkarte!" sagte der eine Teenager zum anderen und fuhr schwarz.
Was mich auch gleich zum nächsten Erlebnis bringt, welches die an den schlechten PISA-Ergebnissen sichtbaren Leistungen der "Jugend von heute" an einem praktischen Beispiel zeigt. In der U-Bahn saß eine Gruppe junger Männer, dem Alter nach Abiturienten oder junge Studenten. Es kam zu einer Fahrkartenkontrolle und einer der Knaben hatte keinen gültigen Fahrschein. Kaum hat der Kontrolleur den Wagon verlassen, begannen seine Kumpels den Schwarzfahrer auszulachen. Der behauptet jedoch "es sei voll billiger" sich keine Fahrkarte zu kaufen. Wirklich?
Rechnen wir doch mal nach: Wer beim Schwarzfahren erwischt wird, zahlt in München 40€. Für dieses Geld plus 2€ bekommt man eine Monatskarte für zwei Ringe. Im Ausbildungstarif für 2,40€ mehr sogar für vier Ringe. Für dejenigen, die nicht so häufig unterwegs sind, gibt es eine Zone (analog 4 Ringe) für 2,30€ oder eine 10er-Streifenkarte für 11€ mit Sonderkonditionen für Leute in der Ausbildung. Wer das Geld für die Strafzahlung übrig hat, sollte sich die Tickets eigentlich auch leisten können. Und stressärmer ist es eh. Oder kommt es neben dem angeblichen Spareffekt auch auf den Adrenalinschub an?
Wie hoch ist das Risiko erwischt zu werden? Mir begegnen, obwohl ich meistens eher in der Rushhour oder zu den Randzeiten unterwegs bin, wo weniger kontrolliert wird mindestens 1-2x im Monat die Ghostbusters vom MVV. Das Risiko ohne Fahrkarte angetroffen zu werden, wenn man zu Schüler- oder Studentenuhrzeiten unterwegs ist, dürfte ungleich höher liegen. Macht im Monat 40€ Strafzahlung und man hat dann immer noch keine Fahrkarte für die anderen Tage. Vielleicht wird man ja auch mehrfach aufgegriffen? 80€, 120€, leckere Strafanzeige? Ach ja, es ging ja um's Sparen. Klingt nach einem schlüssigen Konzept.
Was meint ihr?
Seine Kumpels haben den Sparexperten noch als "Idiot!" bezeichnet. Warum auch nicht. Das könnte man auch über den älteren Herrn sagen, der bei einer Kontrolle in der Tram zu der Kontrolleurin meinte, er "würde das gar nicht einsehen eine Fahrkarte zu kaufen.". Möglicherweise war das ja der Opa von dem U-Bahnpassagier?
Montag, 21. September 2009
Gestern abend war dann das lang erwartete Konzert von VNV Nation im Backstage in München. Supporting Act war Rotersand, eine Band die echt mal reingehauen hat, was man von Begleitkapellen wirklich nicht immer behaupten kann.
Während Rotersand noch auf der Bühne rumtobte, begann der Sänger von VNV Nation im Hintergrund das Schlagzeug mit Bayernfähnchen zu dekorieren, was beim Publikum begeisterte Reaktionen auslöste. Sollte der Frontmann von Rotersand den Jubel auf sich bezogen haben, dürfte er zumindest an dieser Stelle einem Trugschluss unterlegen sein. :-)
Nachdem VNV Nation selbst angefangen hatten, jubelte das Publikum auch ohne Musik, woraufhin der Sänger mit dem Drummer zu diskutieren begann, ob es überhaupt noch nötig sei, Musik zu spielen, schließlich würde das auch ohne funktionieren. Die Herren entschlossen sich dann aber, doch noch ein wenig Musik zu machen. Die Stimmung war insgesamt sehr gut und Ronan Harris (der Sänger) scheint wirklich Spaß an seinem Job zu haben und kann das Publikum damit auch anstecken. Ich finde es ohnehin meistens sehr gut, wenn die Leute auf der Bühne auch mal zwischen zwei Stücken mit dem Publikum reden und nicht nur ihre Show machen. (Eine der Bands, die vor vielen Jahren bei einer ähnlichen Gelegenheit mal ausschließlich mit sich selbst beschäftigt war, waren die Heroes del Silencio. Technisch perfekt, aber da wollte einfach kein Funke überspringen und deswegen total langweilig.)
Frau B stand übrigens teilweise direkt neben dem dem großen Boxenturm. Das garantiert zwar beste Aussichten auf die Bühne und ein Maximum an Wumms, allerdings macht das auf Dauer doch nicht gar soviel Spaß, wenn die Schädeldecke mit Takt vibriert.
Natürlich seht ihr auch diesmal das obligatorische lausige Handybild.
Sonntag, 20. September 2009
Die Wiesn hat begonnen und die Stadt ist voller Leute aus dem In- und Ausland auf Sauftour. Das führt zu mehr oder weniger absurden Szenen, die nicht zwingend auf der Theresienwiese stattfinden müssen. Ein Beispiel wäre eine Gruppe männlicher Personen, die fluffige neonfarbene 70er-Jahre Badekappen auf dem Kopf trugen und so durch die Innenstadt liefen. Ob das Tragen einer Badekappe Hirnschädigungen bei Oktoberfestbesuchen verhindert oder bereits ein Ausdruck von Vorschäden ist, konnte bislang nicht ermittelt werden.
Wunderbar hingegen folgender Dialog in der S-Bahn zwischen zwei nicht muttersprachlich anglophonen Mitmenschen.
A: Where are you from?
B: Austria!
A: Oh, Kangaroos!
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