Donnerstag, 25. Februar 2010
Die neue Variotram, die seit einer Weile durch München fährt, sieht von aussen ganz gut aus - für eine Tram. Innen sieht sie auch ganz gut aus, aber neben den schlimmen Spuren, die der Winter vornehmlich auf dem Fussboden der neuen Fahrzeuge hinterlassen hat, zeichnet sie sich primär durch Enge aus. Das ist unpraktisch. und betrifft zum Beispiel die Beinfreiheit. An manchen Sitzplätzen stossen selbst kurzbeinige Wesen wie ich mit den Knien schnell an ihre Grenzen. Aua! Dann hat man eine noch tolle Engstelle geschaffen, in dem man statt 2+1 Sitzplätze (auf die Gangbreite bezogen) an manchen Stellen 2+2 eingebaut hat. Dort müssen sich sogar schlanke Menschen im Gang seitwärts drehen, insbesondere wenn sie noch Gepäck in Form einer Umhängetasche mitführen. Ausserdem liegen diese Plätze teilweise auf einer Art Erhebung, so daß langbeinige Zeitgenossen ihre Knie auf Ohrenhöhe haben, wenn sie sich dort niederlassen. Bei den ganzen Vorschusslorbeeren für das neue Transportmittel hätte ich mir ein wenig weniger blöde Ausstattungsmerkmale erwartet.
Neben diesen konstruktionsbedingten Schwächen scheint die Technik selbst auch noch ein wenig buggy zu sein. Dieser Tage konnte die Tram nicht losfahren, weil nach einem Meter (!) Fahrtweg irgendein elektronisches Bremsdings zuschlug und eine Vollbremsung auslöste. Nach einige Versuchen, die jeweils zum gleichen Resultat führten, schickte der Fahrer die Passagiere vor die Tür und nach einer Prise organisatorischer Verwirrung habe ich dann mit Bus und U-Bahn den Weg ins Büro angetreten.
Mittwoch, 13. Januar 2010
Am Sonntag nach Weihnachten stand ich gegen Mittag auf dem Bahnsteig und wartete auf die S-Bahn. Zwei Meter von mir entfernt räumte eine Mutter den Kinderwagen auf, während der Vater das Kind herumtrug. Mutti fand einen Breznrest im Kinderwagen und warf ihn auf die Schienen. Der nächste Mülleimer befand sich in einer unzumutbaren Entfernung von zwei Metern. Klar, die S-Bahn-Mäuse müssen ja auch von irgendwas leben, aber wenn jeder einfach seine Essensreste auf die Schienen kippt, sparen wir uns einfach die Müllentsorgung komplett. Tritt sich schon fest. Bei den ganzen Zigarettenstummeln, die die Raucher spontan fallen lassen, fällt das auch kaum noch auf.
Auch ganz doll lieb habe ich jene Vollpfosten, die Böller in den S-Bahnfussgängertunnel am Bahnhof schmeissen.
Die Verkehrsbetriebe selbst erzählen einem auch schon mal die Story vom toten Hund. Zum Beispiel darüber, wann tatsächlich der letzte Bus von Frau M zu mir fährt. Der fuhr nämlich nur einen Teil der Strecke und danach ging es nicht mehr weiter. Angesichts der fortgeschrittenen Stunde und den arschkalten Aussentemperaturen habe ich mir dann ein Taxi gerufen. Und weil "arschkalt" tatsächlich ein fieses Winterthema ist, hat der Taxler als Service spontan die Sitzheizung eingeschaltet. :-) Dieser Taxler kannte sowohl den Weg als auch den Schalter für die Scheinwerfer.
Freitag, 1. Januar 2010
Der Jahreswechsel ist immer wieder eine gute Gelegenheit unter die Leute zu gehen und dabei sieht man unterwegs auch Leute, die sonst nie vor die Tür gehen oder zumindest selten. In der S-Bahn, die mich zu meiner Party bringen sollte, stapelten sich dann mehr oder weniger "gut drauffe" Gestalten. Auch Fashion Victims waren auch wieder ganz ganz viele unterwegs. Wunderbar.
Zum Beispiel jene junge Dame, die ein T-Shirt, eine Leggings und ein Jeanshemd trug und an deren Füssen man eher Pantoffeln als Stiefel erwartet hätte. Sie wirkte ein bisschen so, als hätte sie vergessen, das Sofasymbiose-Outfit gegen Strassenkleidung zu tauschen.
Oder der junge Mann, der auf seiner Basecap noch ein Glitzerhütchen in Kegelform trug. Öhm?
Desorientierung auch in der Streckenführung: Die beiden Damen, die zwischendurch einen Mordsschreck bekamen, als die neue Station "Hirschgarten" angesagt wurde und sie sich auf der falschen Strecke wähnten. ;-) Es gelang mir jedoch, die Lage durch Beisteuern der Information "neue Haltestelle zwischen Laim und Donnersberger Brücke" nachhaltig zu entspannen.
Ich persönlich finde ja Markenlastigkeit bei Kleidung und Accessoires nur begrenzt sinnvoll. Und ein Hersteller-Label ist jetzt nicht so das, was ich unbedingt herzeigen muss. Ein dezentes Label auf Jacken, Taschen usw. ist ja in Ordnung, aber was an Ohrringen, die ausser einer Perle ein dickes Logo der Herstellerfirma aufweisen, besonders erstrebenswert oder schön sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Ich fand das Design nicht sonderlich gelungen und schien allein zum Labelherzeigen erdacht worden zu sein. Vielleicht kann mir da jemand mit KnowHow aushelfen.
Die vielen Leute kullerten übrigens am Marienplatz nahezu vollständig aus der S-Bahn raus. Ich lerne daraus, dass ich den Marienplatz auch an zukünftigen Silvesterabenden nicht in Anspruch nehmen sollte. Ich bezweifle auch, dass es dort nach dem Feuerwerk besser ausgesehen hat als heute in der Früh am Moosacher Bahnhof. Dort war alles übersät mit dem Müll der Feuerwerkskörper. Mich nerven auch die meist jugendlichen Vollpfosten, die irgendwelche Krach-only-Böller irgendwo hinschmeissen. Ich habe öfter den Verdacht, bei denen im Kopf ist mal so ein Dings hochgegangen und hat den Verstand (sofern initial vorhanden) pulverisiert.
Dienstag, 22. Dezember 2009
So sah der Garten nur wenige Stunden nach dem Nachtbild aus. Inzwischen ist der Schnee aber schon wieder in einem Abtauvorgang befindlich. Damit es sich wenigstens lohnt zu den Weihnachtlichen Festivitäten in gelben Gummistiefeln vor die Tür zu gehen. Aber Gummistiefel sind ja inzwischen schon total fashionable und nicht mehr äußerliches Kennzeichen von Leuten, die im Garten vor sich hin werkeln oder sonstigen totaaal laaangweiligen und spießigen Beschäftigungen an der frischen Luft nachgehen.
Samstag, 19. Dezember 2009
Wir brauchen vermutlich unbedingt mehr Überwachungskameras an Haltestellen, die sicherstellen, daß sich wirklich nur Fahrgäste auf den installierten Sitzgelegenheiten niederlassen. Habe ich als Inhaberin einer Monatskarte eigentlich die Berechtigung, mich auf diesem Blechsofa niederzulassen, auch wenn ich gar nicht beabsichtige mit der Tram zu fahren? Darf ich mich nicht setzen, wenn der Fahrscheinautomat defekt ist und ich mich nicht zum Fahrgast machen kann? Ach MVG, dieses Hinweisschild ist ebenso sinnlos wie uncharmant.
Freitag, 18. Dezember 2009
Kaum fällt eine Schneeflocke vom Himmel, drehen nicht nur die ganzen Sommerreifenbenutzer und ihre Räder durch. Auch Trambahnbenutzer wähnen sich in akuter Bedrohungslage für Leib und Leben. Interessanterweise geht diese Bedrohung weniger von den armen Schneeflocken aus, als von den übrigen Passagieren. Zwar kann es dann vorkommen, dass man bei Schneefall schon mal etwas warten muss, bis die Tram endlich kommt, aber häufig (so auch in diesem Fall) kommen dann zwei Stück direkt hintereinander. Das hat zur Folge, daß sich *eigentlich* nicht alle Leute in eine Tram stopfen müssen. Sie tun es aber trotzdem. Wer kann schon wissen, ob sich die zweite Tram nicht spontan in Luft auflöst. Das passiert schließlich dauernd. *POFF* und die Tram ist verschwunden.
Angesichts dieses Risikos ist es natürlich vollkommen verständlich, daß die verängstigten, unterkühlten und von aggressiven Schneeflocken bedrohten Passagiere um jeden Preis mit der ersten Trambahn mitfahren müssen. Um diesem Transportwunsch Nachdruck zu verleihen, zwängen sie sich unverzüglich nach Öffnung der Türen in die ohnehin schon überfüllte Bahn. Praktischerweise kann dann niemand mehr aussteigen. Zumindest nicht ohne sich den Weg ins Freie mit vollem Körpereinsatz zu bahnen. Das löst bei den eiligen Stopfern natürlich Proteste aus. Egal! Hauptsache niemand hat eine Schneeflocke abbekommen.
Besonders lieb hab ich auch die Vollhonks, die mit ihren unendlich großen Rücksäcken unterwegs sind und damit 1.5x soviel Standfläche benötigen, wie sie selbst ohne den dämlichen Monsterrucksack. Den Sack drücken oder knallen sie dann durch unachtsame Bewegungen gerne mal den Kopf ihrer Mitreisenden. Natürlich ist die Aufbewahrung des Sacks in Bodennähe nicht zumutbar. Ich glaube, das nächste mal benutze ich den Tragegriff von so einem Rucksackidioten einfach mal als Haltegriff. Wird bestimmt lustig.
Dienstag, 15. Dezember 2009
Die MVG meint es sooo gut mit uns. Auch in der kalten Jahreszeit sorgt man mit spannenden Spielchen für Unterhaltung und Spaß an der frischen Luft.
Ein Spielchen heisst "Versuch an der richtigen Haltestelle auszusteigen!". Wer nicht mitspielen will, dem sei empfohlen, auf unbekannten S-Bahn-Strecken an jedem Bahnhof ans Fenster auf der Haltestellenseite zu hechten um den Namen der Haltestelle zu prüfen. Das Spiel geht so, daß die Haltestelle Unterföhrung erst angesagt wird, wenn Ismaning erreicht wird. Die Ansage für Ismaning kommt dann eine halbe Sekunde später. Die Haltestellenanzeige in der Bahn selbst ist übrigens auch Bestandteil des Spiels. Für Frau B bedeutete dies, daß sie nicht nur eine Viertelstunde auf dem lausig kalten S-Bahnhof in Ismaning die äußerst geschmackvolle Kunst an der Haltestelle bewundern durfte, sondern auch noch eine zusätzliche Fahrkarte kaufen musste, weil man in solchen Fällen in der Auffassung der Fahrkartenkontrolleure wohl grundsätzlich selbst schuld ist, wenn die MVG ihren 19672534. Fahrplanwechsel nur mit Mühe auf die Schiene bringt. Als ich dann endlich mit großer Verspätung die Leute traf, wegen derer ich unbedingt nach Unterföhring wollte, stellte sich heraus, dass Herrn L exakt das gleiche Schicksal ereilt hatte.
Auf dem Heimweg entdeckten wir dann Leute, die das gleiche Problem wohl mit dem Haltepunkt Johanneskirchen hatten. Immerhin sorgt die S-Bahn hier für ausreichend Abwechslung. Wäre ja auch langweilig, wenn immer nur die gleiche Haltestelle nicht angesagt werden würde. Man könnte sich ja darauf einstellen. Wir schlagen vor, einfach Haltestellenansagen und -anzeigen abzumontieren. Dann fragt man einfach seinen Nachbarn. Der kann die Strecke kaum schlechter kennen.
Am Ostbahnhof fährt übrigens gegen 0:20 erstmal 20 Minuten lang keine S-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Sehr gut! So kommt man wahlweise zu Frischluft oder zu einem kleinen Sprint Richtung U-Bahn. Gut, daß wir in einer Großstadt leben und nicht in der tiefsten Provinz, wo es nicht mal einen Hauptbahnhof gibt.
Die Haltestellenanzeigen an den Tramlinien sind übrigens auch immer noch depolarisiert. Am Moosacher Bahnhof sollte die nächste Tram eine N20 sein und danach wieder eine normale 20. Ich habe den Verdacht, hier wurde sehr viel mit heisser Nadel gestrickt oder unzureichende Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergriffen. Das gilt auch mal wieder für das Plakat mit den Tarifinformationen. Siehe oben links. Nein, das ist nicht sehr ausdifferenziert. Das ist einfach nur falsch.
Sonntag, 13. Dezember 2009
Heute Nacht war die legendäre alljährliche Fahrplanumstellung und weil die Verkehrsbetriebe sowas erst 19672534 Mal gemacht haben, kann das natürlich nicht reibungslos vonstatten gehen. Besondere Herausforderungen stellten hier den Einbau einer neuen Haltestelle in die S-Bahn-Stammstrecke und das Einspielen einer neuen Haltestellenansage ein. Auf dem Hinweg kurz nach Mitternacht standen deswegen trotz laut Fahrplan angekündigter S-Bahn in fünf Minuten gleich zwei S-Bahnen in 25 Minuten auf dem Spezialgerät für Zeitverzerrungen. Während ich und eine andere Dame noch überlegten die Tram zu nehmen, sprang die Anzeige um auf den "S-Bahn fährt gleich ein"-Modus und zeigte immerhin noch 24min Wartezeit bis zur Abfahrt an. Unsere Vermutung, die S-Bahn würde jetzt einfach 24 Minuten herumstehen und dann weiterfahren, bestätigte sich aber nicht. Das Zeitverzerrungsdevice war einfach nur depolarisiert. Ausserdem wurden die S-Bahnen frisch durchnumeriert, was an einigen Stellen sicher zu Verwirrungszuständen führen wird.
Auf dem Hinweg zum Ostbahnhof gab es dann übrigens noch die alte Ansage und keinen Halt im Hirschgarten. Dafür war die S-Bahn so dreckig, daß die unterirdischen Haltestelle sehr neblig wirkten. Auf dem Rückweg wurde der Hirschgarten jedoch angefahren und das heisst, ich muss für den Heimweg von der anderen Partylocation nicht mehr die Dienste von desorientierten Taxifahrern in Anspruch nehmen. Erfreulicherweise fährt "meine S-Bahn" jetzt schon sehr früh im normalen Takt.
Samstag, 12. Dezember 2009
In München hat es heute nacht ordentlich geschneit und es schneit immer noch. Grund genug, euch mit Fotos von gefrorenem Wasser zu belästigen. Und um die Belästigung perfekt zu machen, gibt es das Bild mit dem unfassbaren Zwergenkitsch in pinkmetallic! :-) Und bevor Zwergenschützer auf die Barrikaden gehen: Der Zwerg ist inzwischen wieder in der warmen Stube!
Samstag, 5. Dezember 2009
Gestern in der Früh verpasste ich meine Tram und freute mich trotzdem, weil wenige Minuten später eine niegelnagelneue Variotram um die Ecke bog, die ich bislang nur von mehr oder weniger ungelenken Fotomontagen kannte. Auch als am Seelenleben von Schienenfahrzeugen nur mäßig interessierte ÖPNV-Userin kann ich mich für sowas begeistern. Leider bog das neue Gefährt aufs Wartegleis ab um Platz zu machen für einen Rumpelfred. So nenne ich die derzeit noch im Betrieb befindlichen uralten Trambahnen, die einen zwar von A nach B bringen, aber wenig komfortabel sind, zum Ausgleich aber sehr gut rumpeln können. Rumpelfred sammelte dann die grummelnden Fahrgäste ein, die sich alle schon auf eine Fahrt mit der neuen Tram gefreut hatten. Einige hatten auch sofort Fotos gemacht.
Ich hätte ja auch gerne ein Bild für die mitlesenden Schienenfreunde gemacht, aber leider war keins meiner Kameradevices in einem benutzbaren Zustand. Die erste Probefahrt mit Variobert muss wohl auch noch warten.
Mittwoch, 25. November 2009
Öffentliche Verkehrsmittel und ihre Haltestellen sind ein steter Quell unterhaltsamer Begegnungen mit Menschen und Situationen. In den letzten Tagen versuchen mir nette Damen in der U-Bahn-Station ein kostenloses Exemplar eines der seriöseren Springerblättchen in die Hand zu drücken. Der Verlag trägt sich wohl in der Hoffnung auf diese Weise mehr Leute zum Kauf des Druckerzeugnisses zu animieren. Ich brauche allerdings keine Zeitung in der Früh, wenn ich zwei Minuten später im Büro bin, weil ich dort eher keine Gelegenheit habe das Ding zu lesen und Abends habe ich relevante Neuigkeiten ohnehin schon aus multiplen Quellen erfahren.
Am Beginn eines jeden U-Bahnsteigs befindet sich eine verspiegelte Tür, damit das Fahrpersonal im Spiegel den Stand der Einsteigevorgänge überprüfen kann. Gelegentlich stehen da auch mal ein bis mehrere Mädels davor, die sich dort ihr Make-Up nachjustieren. Dieser Tage stand da aber ein junger Mann, der mit Pickelaufdrücken befasst war. Ähm ja, sehr hübsch.
Zuspätkommer quetschen sich ja gerne mal zwischen die sich bereits final schließenden Bahntüren durch, um noch mitfahren zu können. Meist braucht die U-Bahn dann eher länger um loszukommen, weil das Fahrpersonal wohl nochmal irgendwelche angesprungenen Sicherheitsmechanismen deaktivieren muß. Die Bahnfetischisten unter den Lesern wissen hier sicher mehr. Der junge Mann, der sich vor einigen Tagen noch schnell in den Zug zwängte, hatte auf der Wange eine halb verheilte Schnittverletzung. Wenn der sich öfter auf diesem Wege noch eine Mitfahrt verschafft, weiss ich auch, wo die Narbe vermutlich herkommt.
Die Münchner S-Bahn bietet in Kürze (oder jetzt schon) Haltestelleansagen in leicht angebaiertem Tonfall. Immerhin klingt die englische Fassung jetzt deutlich besser. Wirklich grauenhaft fand ich übrigens die Stimme der Haltestellenansagerin in Mannheim.
Mittwoch, 11. November 2009
Spezl
- Guter oder bester Freund
- Auswuchs der Vetternwirtschaft (auch: Nepotismus, Klüngel), in der bayrischen Politik auch als Amigo bekannt
Spezi
- Alkoholfreies Mischgetränk aus Cola und Orangenlimonade
Spatzl
- Bayrisch für "kleiner Spatz". Kosewort.
Spätzle
- Schwäbische Nudelspezialität.
Überlebenstipp: Die Dinge einfach nicht verwechseln
Samstag, 7. November 2009
Die ödp in München hat eine neue Idee. Sie möchte mehr Überwachungskameras. An einem Ort, der bekanntermaßen den Bodensatz des öffentlichen Lebens bildet: die Vorräume von öffentlichen Damentoiletten. Aus diesem Grund hat die ödp einen Antrag gestellt, den man hier nachlesen kann.
Im Antrag heisst es:
"Immer wieder kommt es vor, dass Frauen in öffentlichen Damentoiletten angegriffen, beraubt oder vergewaltigt werden. Aus diesem Grund vermeiden viele Frauen nach Möglichkeit einen Besuch dieser Toiletten. Eine Videoüberwachung der Vorräume von öffentlichen Damentoiletten würde sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsempfinden erheblich verbessern. Was für die Verkehrsüberwachung gang und gäbe ist, sollte auch im Interesse der Sicherheit von Frauen üblich werden."
Ach ödp! Wir üben jetzt also nochmal den Satz:
- Überwachungskameras kommen dir nicht zur Hilfe!
- Überwachungskameras kommen dir nicht zur Hilfe!
- Überwachungskameras kommen dir nicht zur Hilfe!
Falls dieser Antrag durchgeht, gibt es für ausser unfassbaren hygienischen Verhältnissen auf öffentlichen Toiletten noch einen Grund diese Bedürfnisanstalten zu meiden. Ich will einfach nicht gefilmt werden, wann ich wo aufs Klo gehe. Und falls ich wirklich überfallen werden sollte, will ich auch kein Video, was wie die Prügelvideos im TV gezeigt wird und womit der (maskierte) Täter sich unter seinesgleichen brüsten kann.
Schöner Artikel bei der Humanistischen Union zum Thema: Nutzen von Überwachungskameras.
Donnerstag, 5. November 2009
Gestern abend war ich nach langer Zeit mal wieder in einem Lokal, in das ich eigentlich aufgrund sehr schlechter Erlebnisse in Sachen Service nie wieder hingehen wollte.
Damals hatten wir uns mit Freunden zum Sonntagsfrühstück verabredet. Um 11h waren wir in dem
Lokal, dann hieß es die Kasse sei kaputt und ohne Bon dürfe man kein
Essen servieren. Es sei aber schon jemand unterwegs, die Kasse zu
richten. Nach einer Stunde und diverse Tassen Kaffee später saßen wir
immer noch mit leerem Magen da. Inzwischen wurden andere Gäste mit Speisen bewirtet, wobei uns der genannte Grund für diese Ausnahme nicht schlüssig erschien. (Ich kann mich inzwischen auch nicht mehr erinnern.) Wir sind dann gegangen, weil man dort
offenbar nur mässiges Interesse an Umsatz hat. (Oder auch an Gästen,
die wiederkommen...)
Nun hatten gestern drei Mitmenschen ausgerechnet dieses Etablissement als Treffpunkt auserkoren und deswegen habe ich mich überwunden. In der Zwischenzeit hatte möglicherweise der Inhaber gewechselt oder mal dem Personal den Kopf gewaschen. Jedenfalls funktionierte die Kasse, das Essen wurde einigermaßen zügig serviert und die Getränke kamen flott. Stundenlanges Warten war nicht erforderlich. Gut, vielleicht kann man dort wirklich wieder hingehen. Das Essen und die Cocktails sind nämlich lecker.
Dienstag, 3. November 2009
Werden hier etwa Menschen mit Übergewicht und ohne Partner durch die Verkehrsbetriebe diskriminiert? Oder gibt es Rabatte?
Wahrscheinlich nicht. ;-)
Was ich mich allerdings frage ist, wie die kontrollieren wollen, dass ich die Fahrkarte nicht übertragen habe?
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