Montag, 9. Februar 2009
Bei den mitgebrachten Souvenirs aus Japan waren auch diese lustigen Sushiaufkleber mit Glitzer inkludiert. Ich habe mit einem meinen Treo verunstaltetziert. Es sieht schon ziemlich beknackt aus, wenn ich ehrlich bin. :->

Sonntag, 25. Januar 2009
Die Thildkröte brachte aus Japan neben interessanten Berichten auch die Erkenntnis mit, daß die Japaner deutsche Beschriftungen zur Zierde auf irgendwelchen Gegenständen verwenden, so wie hier viele asiatische Schriftzeichen zur gleichen Verwendung unheimlich tuffig finden. Ich hatte mich immer gefragt, ob das nicht doch eine sehr westliche Sache ist. Und wer weiss schon, was die tollen Schriftzeichen auf der Bettwäsche "Asia" aus dem Versandhauskatalog wirklich bedeuten? ;-) Zum Beweis für das globale Vorhandensein dieser Verzierungsgewohnheit erhielt ich diese kleine Notizbuch. Es ist sogar alles richtig geschrieben.
Mittwoch, 21. Januar 2009
Typische Szene im ÖPNV. Folgende Sätze werden so oder ähnlich spontan von Teilnehmern der Fahrt übernommen, wenn es zu Störungen im normalen Ablauf kommt. Diese Liste lässt sich je nach Art und Dauer der Störung beliebig verlängern. ;-) A: Da scheint irgendwo auf der Strecke etwas zu sein! B: Das aber auch immer auf dieser Linie etwas passieren muß! C: $VERKEHRSBETRIEB wird auch immer unzuverlässiger! D: Seitdem die die Gleise saniert haben, kommen die dauernd zu spät! E: Vorher war es besser! F: Die kommen nicht zu spät, die kommen gar nicht! G: Es ist eine UNVERSCHÄMTHEIT! Ein Zumutung! H: Jawoll! Und teurer sind die auch schon wieder geworden! I: Ich frage mich, wofür die mehr Geld wollen! Es fährt doch eh nichts!
Sonntag, 18. Januar 2009
Das hat man nun davon, wenn man Freunde (die einen größeren Ausflug nach Japan unternehmen) bittet, einem etwas mitzubringen, was sehr absurd und möglichst typisch japanisch ist. Neben Origamipapier und einer Miezekatzen-Bentobox und glitzernden Sushi-Aufklebern für's Handy gab es auch noch diese doch eher geheimnisvoll beschriftete Schachtel. 
"Überraschungen aus Japan" vollständig lesen
Mittwoch, 14. Januar 2009
Ein paar Bilder vom Stadtrundgang in Leipzig. Dort ist richtiger Winter. Und Sonne. Ein toller Weg durch einen verschneiten Park und einen zugefrorenen Kanal. Viele Schneemänner gesehen. 
"Leipziger Allerlei, erste Portion" vollständig lesen
Dienstag, 13. Januar 2009
Frau B hat eine Expedition unternommen und mit eine Reise zum Mond gewagt. Naja, nicht ganz, aber irgendwie stimmt das schon. Der Mond bewegte sich im konkreten Fall aber nicht in einer erdnahen Umlaufbahn, sondern wohnt in Leipzig. Die Anreise gestaltete sich aber weniger wegen der unzureichenden Raketenantriebstechnik als langwierig, sondern wegen einer Kombination aus "Frau B ist verpeilt" und "Neigetechnik ist nicht kälteresistent". Das war schon galaktisch schlecht, die geplante Trambahn zu verpassen und dadurch auch den geplanten Zug. Da ich aus Sparsamkeitsgründen die Nahverkehrsvariante gewählt hatte, dauerte die Anreise dann zwar galaktisch lange, war aber dennoch einigermaßen flexibel. Nur die Neigetechnik war nicht geneigt mitzuspielen. Weitere Imponderabilien lauerten in Form von defekten Rolltreppen, orientierungslosen Rentnern mit viel Zeit und anderen Phänomenen, die jeder Verschwörungstheorie zur Ehre gereichen würden. Am Münchner HBF habe ich mich dann über Nürnberg und Chemnitz umrouten lassen. Der Chemnitzer Bahnhof ist eh ein Phänomen. Er ist ziemlich groß, saukalt, schmucklos und gemessen an der Anzahl der Gleise und der Anzahl der Abfahrten pro Stunde hält dort an jedem Gleis maximal ein Zug. Die Bimmelbahn zwischen Chemnitz und Leipzig war gnadenlos verspätet. Während der Fahrt vermutete ich dann die Ursache dafür in der Verwendung eines Staubsaugermotors als Antrieb. Zumindest klang es so. Irgendwann habe ich es dann doch geschafft und bin angekommen. Der Leipziger HBF ist übrigens eine Computersimulation. Es kann einfach nicht sein, daß der wirklich so groß ist.
Montag, 12. Januar 2009
Am Wochenende hatte es mich in den wilden Osten verschlagen. Von Leipzig, Unwägbarkeiten bei winterlichen Bahnfahrten und Randgruppenveranstaltungen in der Tiefkühledition berichte ich dann im Verlauf der Woche. 
Zunächst nur einen Winkegruß von zwei Winkekatzenbesitzerinnen, garniert mit ein bisserl gefrorenem Wasser.
Freitag, 21. November 2008
Trambahnfahren bei Hardcore-Regenwetter. Kondenswasser sammelt sich in einer altersschwachen Gummiregenrinne. Manchmal läuft es auch über. 
Sonntag, 12. Oktober 2008
Die Dänen wohnen auf Inseln und deswegen ist es da auch ziemlich windig. Aus diesem Grund werden Sitzbänke in langwierigen Forschungsmaßnahmen in Windkanälen optimal auf die Windverhältnisse ihres geplanten Aufstellungsortes angepasst und als "Windschief"-Edition verkauft. Da Bänke in Dänemark auch noch sehr sehr lang sind, könnte der Besucher auf die Idee kommen, die Dänen würden gern Dinge auf die lange Bank schieben. Vielleicht stimmt diese Theorie ja. 
Sicherheit ist im Hafen immer ein Thema. Deswegen werden solche ebenso elegante wie gut getarnte Fußangeln gelegt, um damit nicht nur auf die Gefahren von Alkoholgenuß und schlechten Brillen hinzuweisen, als auch um zu selbstgefällig daherschreitende Hobbysegler an die Vergänglichkeit eines coolen Anscheins zu erinnern. 
Die Dänen mögen Möwen. Deswegen werden überall Pfosten montiert, damit die müden Möwen einen Platz zum hinsetzen, ausruhen und zur Gefiederpflege haben. Zum Dank für diesen Service hinterlassen die Möwen große Mengen biologisches Düngemittel auf den Stegen. Dänemark ist vermutlich eine der größten und erfolgreichsten Guano-Exportnationen auf diesem Planeten.
Zur Abschreckung dienen auch Hai-Attrappen, die im dörflichen Umfeld aufgestellt werden und die den ratlosen Wanderer frech angrinsen, wenn er auf einem winzigen Eiland versucht, den ortsansässigen Lebensmittelladen zu finden und dort eine Auswahl notwendiger Dinge zu kaufen. (Semmeln, Postkarten, Gummibrot, Ost und eine Dose Øl.) Zwischendurch hegten die beiden mit dem Lebensmittelkauf beauftragten Crewmitglieder ohnehin den Verdacht, der ausgeschilderte Weg zum Laden sei nur eine Art Touristenertüchtigungspfad und irgendwann lande man am anderen Ende der Insel, wo ein großes Schild mit der Beschriftung "Sie haben das andere Ende der Insel erreicht. Ätschibätsch!" auf den müden und hungrigen Reisenden wartet. Doch der Laden existierte tatsächlich und das Personal war willens und in der Lage, etwas zu verkaufen. Sogar an Touristen.
Die Dänen sind eine Seefahrernation. Ab und zu geht aber auch ein Schiff kaputt. Das lassen sie dann im Hafen liegen als Ermahnung an andere Seefahrer einfach besser auf ihren Kram aufzupassen. Eine sehr empfehlenswerte Empfehlung. 
Super! Die Dänen mögen das Spiel Crazy Daisy, welches es unter anderem für PalmOS gibt, offenbar genauso gern wie Frau B. Deswegen benennen sie sogar Lokale danach. Dieser Club in Svendborg hatte jedoch zum Zeitpunkt seiner Entdeckung leider geschlossen, so daß nicht überprüft werden konnte, ob in dem Etablissement auch Spielconsolen zur Verfügung standen. Crazy Daisy ist übrigens das tollste Spiel der Welt.
In anderen Ländern gibt es immer auch andere Produkte zu kaufen, auch wenn beispielsweise die EU das ganz komisch und wenig erstrebenswert findet, daß man in Dänemark andere Äpfel kaufen und auch essen kann als in Italien oder Deutschland. In Dänemark versucht man in einem Laden der Botox heisst (oder so ähnlich), eine Farbe namens Lady zu verkaufen. Und weil Werbefuzzis auch in .dk unfassbar kreativ sind, fällt denen bei "Produkt für Frauen entwickeln" auch als erstes nur "Rosa/Pink" ein.
Ob diese Farbe ausschließlich in Rottönen (Menstruationslook?) erhältlich ist, nur von Frauen verwendet werden kann oder SpachtelmasseMake-Up
im 10 Liter-Gebinde enthält, konnte ich aufgrund meiner beklagenswert
schlechten Dänisch-Kenntnisse nicht in Erfahrung bringen. Ich fordere
die Entwicklung eines Universalübersetzers oder daß endlich der
Babelfisch entdeckt wird. Sicherheitshalber sollte ich mal das Programm
der Volkshochschule konsultieren. Manchmal ist den Dänen jedoch der ganze Touristenbesuch zuviel und sie verstecken ihr Land. Zu diesem Zweck schalten sie einen Diffusor ein und wenn man morgens schlaftrunken an Deck kraxelt, um zu gucken, was das Wetter heute so bietet, ist alles weg. Das Wetter ist weg, Dänemark ist weg, die Dänen auch. Übrig geblieben sind bloss Wasser, eine Kaimauer, ein paar deutsche Segelboote und ein paar Möwen, die die dummen Gesichter der Touristen dokumentieren sollen. Und wenn es sich dabei um Lachmöwen handelt, haben die dabei auch ordentlich was zu kichern. 
Dienstag, 7. Oktober 2008
Dänemark ist ein lustiges Land. Dort ist Urlaub noch richtiger Urlaub,
weil man nicht mit dem gleichen Geld bezahlt wie daheim. Das Geld ist
auch lustig, denn teilweise sind Löcher in den Geldstücken. Auch wenn
man in Dänemark mit Kronen bezahlt und das Geld Löcher hat, kann man
sich diese Kronen nur bedingt auf den Kopf setzen und sich
aristokratisch fühlen.
Bier heisst in Dänemark Øl und das wird Öl ausgesprochen. Öl heisst
hingegen Olie und ausserdem gibt es dort geradezu bösartig leckeren
Marzipankuchen, besonders den aus dieser kleinen Ökobäckerei in
Svendborg. Dieser Kuchen wurde allerdings von der Besatzung der Vineta
unverzüglich verspeist, so daß leider keine Zeit mehr war ein
Beweisfoto anzufertigen.
Da Dänemark zu
wesentlichen Teilen in der Ostsee liegt, gibt es auch
meistens irgendeine Art von Ostwind und deswegen heisst auch Käse Ost.
damit sich die Touristen das mit dem Wetter besser merken können. Es
spart auch morgens beim Wettermachen unheimlich Zeit, wenn man nur ein
E für Ostwind ins Logbuch malen muß und sich das Rauskraxeln und Finger
in den Wind halten sparen kann. Ausserdem kann man ins Logbuch und auf
den Einkaufszettel mehr oder weniger das Gleiche schreiben. Ost!
Allerdings bekommt man in der Neben- oder Nachsaison in Dänemark nichts
mehr zu essen. Supermärkte und Kioske (wie hier auf Omø) sind leer und
Touristenabfütterungsanstalten geschlossen. Immerhin gibt hier auch
eine Spinne, die auf den Laden aufpasst und ihn für den Winter schön
warm einpackt. Ich habe gar nicht gewusst, daß Spinnen auch schreiben
können. 
Apropos Essen, Katzen bekommen in Dänemark immer was zu essen, sie fangen es sich nämlich selbst. Deswegen hängen die Dänen auch Warnhinweise vor die Tür, damit die Touristen wenigstens nicht selbst gegessen werden.
In diesem Zusammenhang fiel dann auch diese technisch ausgereifte Fischhaltevorrichtung in Sønderborg auf. Klar, denn ein Fisch in der Hand ist besser als die Katze auf dem Dach. Sønderborg ist überhaupt eine nette Stadt. Es gibt da ein Schloß, wo ab und zu eine Königin drin wohnt und zwar die, die auch auf den Münzen und Briefmarken abgebildet ist. Vor dem Schloß stehen - wie sich das gehört - ein paar dicke Kanonen, mit denen man früher auf Touristenungebetene Gäste gefeuert hat. Heute sind auch die Zeiten der Wikinger schon lange vorbei und deswegen heben die Dänen nur diese Kanonen auf, die auch ordentlichen Wumms machen würden, wenn man sie ließe. Wir fanden das ganz gut, daß die Kanonen inzwischen nicht mehr zum wummsen benutzt werden, schließlich wollten wir die Kaution für das Boot gerne zurückbekommen.
Es gibt aber auch Wummskugeln, die früher im Wasser rumschwammen und heute in den Hafenstädten als Dekoration rumliegen. Die Dänen malen sie schön bunt an, so wie ihre Flagge, den Dannebrog. Das sieht hübscher und vor allem ungefährlicher aus. Wie die Berufsaussichten für Mimesweeper Consultants in Dänemark sind, konnten wir allerdings nicht herausfinden. Zum Glück haben wir alle etwas Anständiges gelernt.
In .dk wollen viele Häuschen aussehen wie das Haus von Hägar und weil Dänemark hauptsächlich aus Inseln besteht, gibt es naturgemäß ziemlich viel Wasser dazwischen und damit Hägar und seine Freunde immer dem Heimweg finden, haben sie diese lustigen knallroten Klobürsten ins Wasser gestellt. Je nachdem auf welcher Seite vom Boot die Klobürste dann ist, weiß man, ob man heimfährt oder nicht. Seezeichen sind überhaupt toll und es gibt auch Kardinaltonnen. Die sind ganz besonders wichtig, denn immerhin spricht man ja immer von der christlichen Seefahrt. An die Kardinaltonnen sollten sich auch Atheisten und Angehörige anderer Religionen halten.
In Dänemark ist Alkohol wie in ganz Skandinavien ganz schön teuer, so daß der (un)christliche Seefahrer für seinen Schluck aus der Buddel tief in die Tasche greifen muß. Das hindert aber die wenigsten Seefahrer daran, trotzdem Anlege- und sonstige Manöver zu begießen und irgendwann wegen Alkohol am Ruder von der Küstenwache eingesackt zu werden. Vermutlich heben die Dänen deswegen die ganzen leeren Buddeln sorgfältig in speziellen Aufbewahrungsstätten auf, weil sie für spezielle Recyclingprojekte benötigt werden.
Und dies ist so ein Recyclingprojekt. Wer immer schon mal wissen wollte, wie die Buddelschiffe in den Buddel zusammengebaut werden, sieht hier einen Schiffsbauer bei der Arbeit. 
Das war es erstmal mit dyfas Dänemark Reiseführer. Demnächst mehr oder auch nicht.
Freitag, 3. Oktober 2008
Stell dir vor, du planst ein sehr exotisches Erlebnis. Du möchtest mit der S-Bahn zum Münchner Hauptbahnhof fahren. Dort möchtest du einen Fernzug in Richtung Norddeutschland zu erklimmen, was dann aber schon deutlich weniger exotisch ist. Zum Exotisierung des Initialplans bietet sich noch die Option "strömender Regen" an. Die Option "betrunkene Wiesnbesucher" war zu diesem Zeitpunkt noch nicht buchbar. Das Szenario beinhaltet zudem einen Bahnsteig, der auch für wesentlich längere Züge konstruiert wurde. Nach wenig exotischen 10 Minuten Verspätung (im Preis enthalten als Herbst-Sonderedition "Nasses Laub auf den Schienen") zockelte dann die S-Bahn gemütlich in den Bahnhof und zockelte und zockelte bis sie mit der Nase am entgegengesetzten Ende des Bahnsteigs anhielt und alle potentiellen Passagiere losrennen mussten und das durch den strömenden Regen, weil dieser Teil nicht überdacht ist. Natürlich gab es an den hinteren Türen des Zuges dann eine Verstopfung, weil viele Mitreisende dort einsteigen wollten und man ihnen noch nicht mal einen Vorwurf machen kann1. Dies verbesserte nicht nur die Verspätung der Bahn beträchtlich, sondern die nasse Kleidung trug auch zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit im Zug bei. Am Laimer Bahnhof konnten dann die Passagiere, die hinter der letzten Tür warteten nicht aussteigen, weil diese Tür den Bahnsteig nicht im Zugriff sondern die Seitenwände des Bahnsteig-Fahrstuhls vor der Nase hatte. Ähnliche Szenen ergaben sich dann auch an den folgenden Haltestellen. Inzwischen hatte sich ein Teil der Fahrgäste auf die Theorie verständigt, daß es sich hier um eine Fahrt der S-Bahn-Fahrschule handeln musste oder um den Lehrgang "Passagiere perfekt schikanieren" oder "Verspätungsoptimierung". Am Ende haben wir den HBF erreicht und dank ausreichendem Puffer in der Zeitplanung auch noch unseren Zug erwischt. 1 - Deswegen nicht, weil bei solchen und ähnlichen Situationen das Fahrpersonal im ÖPNV gerne mal die Türen schließt und losfährt, während der Fahrgast versucht, der steten Aufforderung des gleichen Personals zu folgen und sich trödelfrei eine andere Tür zu suchen. Das finde ich auch immer voll nett.
Montag, 29. September 2008
Ich mag Dinge, die mit Y geschrieben werden. 
Die Kultur durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen im schönen Dänemark. 
Ok! Ok! Ein Museum haben wir uns dann doch noch angesehen - das Schifffahrtsmuseum in Marstal.
Montag, 28. Juli 2008
Lieber ADAC, ganz tuffig deine neue Spritpreisprotestaktion. Leider hast du scheinbar zwei Dinge nicht verstanden: - Das Konzept der Preisbildung durch die Mechanismen von Angebot und Nachfrage, welche auch dann wirken, wenn das Gut mit Steuern belegt ist. Das lernt man sogar schon in "Einführung in die Volkswirtschaftslehre" im ersten Semester. (Jajaja, die ganzen armen Pendler, die soviele Kilometer täglich runterschrubben müssen, weil sie nicht aus ihrem Dorf wegziehen wollen. Mobilität heisst übrigens nicht nur, mit dem Auto fahren zu können. Mobilität heisst auch, in eine andere Stadt zu ziehen, wenn's notwendig ist.)
- Den Umstand, daß die Erdölvorkommen auch durch Proteste deinerseits nicht länger reichen werden.
Warum fordert ihr nicht mal mit der gleichen Vehemenz von der Automobilindustrie den Bau von wirklich sparsamen Autos und alternativen Antrieben? Doch nicht etwa, weil es sich über den Staat viel leichter schimpfen lässt, als über eure Freunde in den Konzernen? Liebe Grüße eure dyfa
Sonntag, 18. Mai 2008
Saarländer sind nett und lustig. Schön. Leider haben sehr viele eine extrem ausgeprägte Heimatliebe, die unter anderem dazu führt, daß viele kaum je einen Fuß vor die Tür des Saarlandes setzen, zumindest was über Urlaubsreisen und Geschäftstermine hinausgeht. Sollen Sie. Es gibt aber dabei zwei Aspekte, die ich persönlich als teilweise sehr nervig empfinde, wenn ich damit direkt konfrontiert werde oder man mich gar auffordert, mitzuspielen. Sehr viele Saarländer auf Reisen, die dort andere Saarländer treffen beginnen spontan mit Verbrüderungsgesten ("Ei, kummscht du aach aus Saarbrigge!") und verfallen ebenso spontan in tiefsten Dialekt. Dieses Verhalten findet man auch in Internetcommunities. Das führt auch zur Bildung von menschlichen Zusammenballungen wie "Saarländer in $STADTAUSSERHALBDESSAARLANDES", die sich dann zur Brauchtumspflege (Schwenken = Grillen) treffen und wahrscheinlich auch Saarländisch reden und $BIERSORTE aus der Heimat trinken. Und auch dazu, daß Saarländer, die auf Strassen ausserhalb der Heimat auf andere Autos mit saarländischen Kennzeichen treffen, immer in die Autos reingucken müssen, ob sie die Insassen vielleicht kennen. Auf Parkplätzen wird man dann auch angesprochen. "Ei, guggemol, e Saaluia." Viele Exilanten lassen ihr Auto auch auf Verwandte im Saarland angemeldet, damit sie ihr saarländisches Kennzeichen so lange wie möglich behalten können. Vermutlich um ein Fanal zu setzen "Ich lebe nicht freiwillig ausserhalb des Saarlandes!". Dieses Verhalten ist mir bei keiner anderen Bevölkerungsgruppe aufgefallen. Sehr viele Saarländer verstehen nicht, wieso man freiwillig aus dem Saarland wegzieht und nicht nur gezwungenermaßen deshalb, weil es "dahemm" keine vernünftige Arbeitsstelle gab. Sie verstehen auch nicht, warum man nicht bei erstbester Gelegenheit wieder zurückzieht und nicht heimwehgeplagt in der Fremde sein Dasein fristet und bei jeder Gelegenheit in die alte Heimat reist. Liebe heimattreue Saarländer, unterstellt einfach nicht jedem, der zufällig im Saarland geboren wurde und/oder aufgewachsen ist, die gleiche Heimatverbundenheit, die ihr selbst habt. Unterlasst einfach spontane Solidaritätsbekundungen, welche nur auf dem Umstand beruhen, daß man zufällig aus der gleichen Ecke von Deutschland stammt. Das würde schon viel helfen. Danke! Eure dyfa.
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