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Mehr Spaß in Bussen und Bahnen

Sie fahren oft oder gelegentlich mit Bussen und Bahnen? Dann beachten Sie unsere hilfreichen Tipps und Tricks für mehr Spaß im ÖPNV!

  1. Stellen Sie sich möglichst so vor die Zugtür, daß die aussteigewilligen Passagiere nicht aussteigen können. Lassen Sie sich dabei von "der Mauer" aus dem Fussball inspirieren.
  2. Steigen Sie schon ein, während Leute noch aussteigen. Damit steigern Sie insbesondere in der Rushhour Ihre Chancen auf einen kostbaren Sitzplatz.
  3. Bleiben Sie nach dem Einsteigen erstmal im Eingangsbereich stehen und sehen sich in Ruhe um.
  4. Maulen Sie Leute an, die gegen Sie prallen.
  5. Maulen Sie beim Aussteigen, die Leute an, die vor Ihnen aussteigen, damit diese schneller gehen. Auch wenn dies wegen 1. nicht möglich ist. Der Mensch braucht Herausforderungen.
  6. Wenn Sie nur einen Stehplatz im Eingangsbereich bekommen: Machen Sie an der nächsten Haltestelle auf gar keinen Fall Platz für Leute, die hier aus- oder einsteigen wollen. Jeder Millimeter, den sich sich bewegen ist ein schlimmer Fehler.
  7. Nutzen Sie ihre riesigen Gepäckstücke, um lästige Ein- und Aussteigevorgänge zu unterbinden.
  8. Lehnen Sie sich zur Rushhour unbedingt lässig an die Haltestangen, damit Sie cool wirken, wenn die anderen Fahrgäste mangels Festhaltemöglichkeit lustig durch die Bahn purzeln.
  9. Ignorieren Sie das Verbot der Fahrradmitnahme zu bestimmten Uhrzeiten. In dem Gedränge der Rushhour sieht das Radl sowieso keiner. Und blaue Flecke bei Ihren Mitfahrern sind billiger als Tattoos.
  10. Bieten Sie ihren Kleinkindern unbedingt einen eigenen Sitzplatz an. Alte Leute und Schwangere können ruhig stehen.
  11. Lassen Sie ihren Kinderwagen samt Kind irgendwo im Wagen stehen, während Sie sich ganz woanders hin setzen. Vielleicht nimmt ja irgendwer die kleine Heulboje mit.
  12. Sie können schon auf eigenen Füßen stehen? Egal! Entschuldigen Sie sich auf keine Fall bei Ihrem Opfer für demolierte Zehen.
  13. Quetschen Sie sich unbedingt in letzter Sekunde zwischen die sich schließenden Türen. Die gehen davon sicher nicht kaputt.
  14. Hämmern Sie empört gegen gesperrte Türen mit "Defekt"-Aufklebern!
  15. Zwängen Sie sich unbedingt noch in die rappelvolle Bahn. Es kommt nie wieder ein nächster Zug. Versprochen.
  16. Halten Sie unbedingt Ihren Hintern in den "gelben Bereich" der Lichtschranke. Damit wird die Abfahrt wirkungsvoll verhindert.
  17. Meckern Sie, warum der Sch****zug nicht endlich losfährt.
  18. Der Fensterplatz neben Ihnen ist frei? Verhindern Sie unter allen Umständen, daß sich dort jemand hinsetzt.
  19. Freuen Sie sich, wenn Sie in der U-Bahn einen Fensterplatz ergattern! Niemand wird Sie als Tourist aus der Provinz erkennen!

Kennt ihr noch mehr Tipps? ;-)

Bauboom

In Abu Dhabi wird gebaut und das an mehr oder weniger jeder Ecke. Hier ein neuer Business Bezirk, dort ein Museums- und Kulturareal, Wohngebäude und Büros. Zwischendurch verschwinden dann immer einige "Altbauen" (aus den 1960er oder 1970er Jahren), um durch Neubauten ersetzt zu werden. Allerdings hegt man eine Vorliebe für Glasfassaden, was bei den dortigen klimatischen Verhältnissen gerade in den brüllend heissen Sommermonaten dazu führt, dass die Klimaanlagen in den Wohnungen und Büros am Anschlag laufen und dann zwischendurch gerne mal der Strom ausfällt.

Schaut ja schick aus mit den Glasfronten. Aber etwas weniger Gefunkel hätte sicher einige praktische Vorteile.

Das ist übrigens so ein Altbau. Die Klimaanlagen und Fenster sind schon rausgerissen. Die Geschäfte und Mieter sind schon ausgezogen. Bald kommt hier sicher die Abrissbirne und schafft Platz für ein neues stylisches Gebäude. An den noch unbebauten frischen Lücken sieht man gut, daß der Untergrund tatsächlich im wesentlichen aus Sand besteht.


Wolkenkratzen für Fortgeschrittene

Tagesausflug nach Dubai. Das beschauliche Türmchen ist der Burj Khalifa, das derzeit höchste Gebäude der Welt. Hochgefahren sind wir nicht, unter anderem deswegen, weil es die meiste Zeit an diesem Tag relativ schlechte Sicht gab. Das Hochfahren kostet auch Eintritt und da will man gerne beste Sicht zum Fotos machen.

Wenn man vor dem "Ding" steht, welches sich mehr als 800 Meter vor einem auftürmt, fehlt irgendwie die Relation um sich zu vergegenwärtigen, wie hoch das Bauwerk tatsächlich ist.

Sand!

Diesen Winter hatten wir wieder Spaß mit Schneewehen in Deutschland. In den arabischen Ländern ist das Problem mit wehendem Sand auf Autobahnen dauerpräsent. Die Führerscheinprüfung in den Emiraten soll gerüchtehalber von der Schwedischen übernommen worden sein, wobei bei den Fragen die dortigen Elche durch Kamele und der Schnee einfach durch Sand ersetzt wurde. Ganz schön schlau eigentlich. Das Bild zeigt eine emiratische Autobahn an einem leicht windigen Tag.

Und wann gibt's endlich Fotos?

Ein Wort zu den Fotos. Die ganzen Bilder, die auf der Reise entstanden sind, werden aktuell sortiert, bei Bedarf nachbearbeitet und dann in einem noch zu installierenden Webalbum bereitgestellt. Da es ziemlich viele Fotos sind droht dieses Unterfangen in Arbeit auszuarten. Bis ich damit fertig bin, gibt es hier im Blog nur Häppchen. ;-)

Glitzerglitzer über den Wolken

Da Fluggesellschaften danach trachten, dem Passagier neben der eigentlichen Beförderungsleistung auch Luxusgüter zu verkaufen, finden sich an Bord in der Zeitungstasche, die auf der Rückseite des vorderen Sitzes montiert ist immer Kataloge voll nutzlosem Plunder herrlicher Produkte in Form von Duftwässerchen, Tabakwaren, Schreibgeräten, Armbanduhren und natürlich Schmuck. Ich frage mich dann immer, ob es wirklich Menschen gibt, die im Flugzeug ausser Verbrauchsartikeln wie Zigaretten und Parfum ernsthaft ein Schmuckstück oder andere Hardware erwerben, denn nach meinem Empfinden ist die Auswahl weder schön noch besonders günstig. Andererseits kenne ich mich mit Juwelen auch einfach nicht aus.

Hier simuliert Frau B gerade ausufernde Begeisterung für kitschig überbuntes Glitzerzeug.


Reisekleidungsentgleisungen

Reiseführer und andere Informationsquellen enthalten meist auch Hinweise über angemessene Kleidung am Urlaubsort. Zum Beispiel wird Frauen bei Reisen in islamische Länder empfohlen, auf allzu freizügige und offenherzige Kleidung zu verzichten und lieber ein bisschen mehr Stoff zu verwenden. Das gezielte Ignorieren von Reiseinformationen gehört aber für einige Mitmenschen zum guten Ton. Anders kann ich mir die kontrastreiche Situation jedenfalls nicht erklären: An einem der Eingänge der Dubai Mall, einem unfassbaren Einkaufszentrum,  wo man ein luxuriöses Geschäft neben dem anderen findet, stand eine junge Dame (Europäerin/Amerikanerin?) herum (Typ: Chicken), welche eine Art Hemd als Minikleid trug und dazu hohe Hacken an den Füssen. Tatsächlich sah es so aus, als ob das Junghuhn vergessen hatte, seine Hose anzuziehen. In diesem Moment kam dann eine komplett verschleierte Dame aus der Mall.

Aber auch Gruppen deutscher Senioren im Auslandseinsatz lassen sich ohne Probleme sofort identifizieren. Beige-hellblaue Tracht aus kurzärmeligem Hemd, Bermudashorts, Hut, Trekkingsandalen (Modell: Rentnerstress) und dazu helle Socken. Dieses Outfit ist vermutlich überall auf der Welt schlimm.

Aber auch andere ältere Herrschaften bewiesen Feingefühl. Um das Innere der grossen Moschee in Abu Dhabi zu besichtigen, gibt es für Frau Leih-Abayas und auch für Männer falls notwendig (also für die Shorts und Muscleshirt-Fraktion). Diese Vorschrift wird von den Securitymitarbeitern der Moschee auch ernstgenommen, weswegen zwei ältere Touristinnen wieder weggeschickt und an die Kleiderkammer verwiesen wurden. Beide Damen waren aber auch ohne den Wunsch einer Moscheebesichtigung schon unangemessen bekleidet:  Die eine trug ein pinkfarbenes ärmelloses Minikleid und die andere eine weisse reichlich transparente Leinenbluse, durch die man den BH deutlich sehen konnte. Ich meine, man darf dem Gastgeberland gerne etwas mehr Respekt entgegenbringen. Oder generell seinen Mitmenschen.

Das Bild zeigt übrigens Frau B in landestypischer Gewandung, was aber aufgrund der von Frau B bevorzugten Defaultfarbgebung (Schwarz) fast nicht auffällt. Das Blumengedöns im Hintergrund ist übrigens eine aufwendige Intarsienarbeit aus Marmor in der grossen Moschee. Und die Moschee ist auch der Grund, warum ich das Gewand trage.

Erinnerungsfotos aus der Hölle


Da fahren viele Menschen für viel Geld viele tausend Kilometer an ferne Gestade und bannen ihre Erinnerungsbilder auf's "Eifohn", weil jenes angeblich "escht saugudde Foddos" macht. Ich finde ja, dass man wenigstens irgendein halbwegs brauchbares Gerätchen aus der "Exilim-Klasse" mitführen sollte, damit man sich nicht am Ende ärgert, dass von der krassen Achterbahn nur irgendein kaum erkennbares Dingsbums zu sehen ist, weil das Telefon mit der Entfernung und den Lichtverhältnissen (Wüste, mittags) so gar nicht klarkommt. Aber Menschen die pinkfarbene Gummischoner für's smarte Phone für akzeptabel halten, legen darauf eventuell auch so wirklich gar keinen Wert.

Frau B im Orient

Aus Gründen hat Frau B die letzten zehn Tag im fernen Abu Dhabi verbracht und zum Beweis eine Foto mitgebracht. Auf dem hier gezeigten Bild ist mitnichten Frau B selbst zu sehen, sondern ein possierliches Kamel. In den nächsten Tagen werdet ihr deswegen den ein oder anderen Reisebericht inklusive einiger exklusiver Fotos zu sehen bekommen.

Erstklässler!

Mehr oder weniger pünktlich zum Schulbeginn habe ich eine Wochenendreise nach Österreich unternommen, um meinen Blogtitelkater und dessen Besitzerin mal wieder zu besuchen. Die beiden residieren mit weiteren Katzen und diversem Federvieh am Fusse eines beachtlichen Steinhaufens (Schneeberg) in Niederösterreich. Und da ich keinen Bedarf hatte, die doch recht weite Strecke mit dem Auto zu fahren, habe den Zug genommen. Für den Rückweg gab es dann ein stark rabattiertes Ticket für die erste Klasse im Angebot und weil das von den Fahrzeiten und Umstiegshäufigkeiten her am besten passte, habe ich die Luxusvariante für meine Reise gewählt. Die zweite Klasse wäre tatsächlich nur 10 EUR billiger gewesen.


Auf dem Weg hin ins Nachbarland habe ich zunächst Bekanntschaft mit dem RailJet gemacht, dem Hochgeschwindigkeitszug der ÖBB. Kaum eingestiegen, informierte eine Frauenstimme, der Upload der Reservierungsdatenbank sei nun abgeschlossen. Ein Nerdzug? Tatsächlich gab es an fast jedem Platz auch mindestens eine Steckdose. Auch in der Regionalbahn. Insgesamt wirken die Züge moderner und gepflegter als die Züge der DB.

Die nächste Freude kam dann in Form des Kaffeetrolleys angerollt. Während man in Deutschlands Zügen wahlweise dünnen Filter- oder Instantkaffee gereicht bekommt, hatte die Dame vom Service eine Nespressomaschine auf dem Trolley und dazu noch mehrere Kaffeevarianten in der Auswahl. Auch wenn ich diese Geräte wegen des Müllaufkommens eigentlich nicht so toll finde - das ist endlich mal ein sinnvoller Anwendungsfall. Leider war gerade das Wasser im Gerät ausgegangen. Kein Problem, zwei Minuten später wurde mir meine Bestellung an den Platz gebracht.

Zurück zur Technik. Tatsächlich gibt es in einem Railjet 80 Monitore, die einem nicht nur die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen, sondern auch die nächsten Haltestellen plus der Information, wann die fahrplangemäße und wann die tatsächliche Ankunft erfolgen wird. Zudem gibt es regelmäßig Einblendungen, wo auf der Strecke sich der Zug gerade befindet. Vergleichbar zu den Darstellungen die man auch aus dem Navigationssystem im Auto kennt.

Auf dem Rückweg habe ich dann die First Class kennengelernt. Ledersitze, Beinfreiheit, Steckdosen und alle drei Minuten kommt jemand angerannt, der Service an einem verüben möchte. "Noch ein Getränk? Eine Zeitung? Möchten Sie etwas aus dem Bordrestaurant?" Irgendwie auch anstrengend sich bei soviel Service zu entspannen. Als Willkommensgeschenk gab es ähnlich wie im Flugzeug einen Fruchtsaft im Mini-Tetrapack (hab ich schon als Schulkind gehasst) und einen Schokoriegel im Kleinformat.

Der Anteil an nervigen Mitreisenden scheint in der Ersten auch geringer zu sein.  Allerdings ist mir das ganze Paket in den allermeisten Fällen den Aufpreis nicht wert. Was mir jedoch auffiel, war der doch recht hohe Anteil an asiatischen Touristen, die sich ihren Europatrip scheinbar gern luxuriös gestalten.

 Ach ja, die ÖBB-Mitarbeiter machen Ansagen in genauso schlechtem Englisch wie die Kollegen von der DB, aber der Akzent ist charmanter. ;-)

Einundzwanziguhr

Ab 21 Uhr möchten die Verkehrsbetriebe in vielen Städten - so auch in München, daß man im Bus vorne einsteigt und bei der Gelegenheit auch seine Fahrkarte vorzeigt. Für Zeitkarteninhaber bedeutet diese Regelung meist ein mehr oder weniger umständliches Herauskramen der Fahrkarte, die nach eigener Erfahrung die meisten Busfahrer so richtig gar nicht interessiert. Niemand kontrolliert, ob das meine Zeitkarte ist oder ob sie überhaupt gültig ist. Es ist im Grunde völlig ausreichend, einen näherungsweise fahrkartenfömigen Zettel in Richtung des Fahrers zu halten, sofern er der dem Dokument überhaupt irgendeine Beachtung schenkt und nicht den Fahrgast vollendet ignoriert.

Wozu also das Ganze? Eigentlich kann man's diese Pseudokontrollen doch auch einfach sein lassen. Fahrer und Fahrgäste werden nicht mehr belästigt. Gegenrede? Formal oder begründet?

Die Sitzenbleiber

Stilleben mit zwei übermüdeten S-Bahn-Passagieren, welche trotz eines ähnlichen Schicksals doch die emotionale und persönliche Distanz der Menschen in der modernen Gesellschaft versinnbildlichen. Vielleicht haben auch nur zwei Typen einfach viel zu lang gefeiert.