Die Bierprobe
Manche Biersorten gelten ja gemeinhin als untrinkbar. Mancher Hipster trägt seinen guten Biergeschmack in der Stadt vor sich her, in dem er eine Halbliterflasche als modisches Accessoire mit sich führt und in der Öffentlichkeit stets in der Hand hält. Bisweilen wird auch das bisherige Defaultbier zum "Geht ja gar nicht!"-Gebräu deklariert, weil jetzt ein anderes Erzeugnis hip ist.
Samstag Abend haben wir nun am heimischen Esstisch eine Blindverkostung vorgenommen und einige Biersorten durchprobiert, ohne zu wissen, welches Getränk sich nun in welchem Glas befand. Das wusste nur der Zeremonienmeister. Die Teilnehmer mussten nun auf einem Zettel die getesteten Sorten bewerten und angeben, welches Glas welche Marke enthielt.
Die Überraschung hinterher war einigermaßen groß, da kaum einer mit seiner Einschätzung richtig gelegen hatte. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass es sich bei allen Teilnehmern um Geschmackslegastheniker handelt, aber trotzdem scheinen die Biersorten zwar teilweise anders zu schmecken, aber weniger deutliche Geschmacksunterschiede vorzuweisen, als man glauben möchte. Und vor allem gelingt es nicht, diese Geschmacksunterschiede richtig zuzuordnen! Der 'Unique Tasting Point' ist bei den meisten Menschen, die bestimmte Biersorte als einzig trinkbares Produkt deklarieren, vermutlich in die Kategorie 'Einbildung nach dem deutschen Reinheitsgebot' einzusortieren.
Der Zeremoniemeister meinte dazu "Dann kann ich ja demächst in der Kneipe sagen: 'Bringen Sie mir Sie mir ein Bier, egal welches!'" Dem bleibt nichts hinzuzufügen.
Virtuelle Umzüge
Schönschreiben!
Ich habe einen Füllerfimmel, denn ich schreibe nicht nur am liebsten mit Füllfederhaltern, sondern horte auch eine Anzahl dieser Schreibgeräte zu Hause und im Büro. Nicht alle dieser Füller schreiben gut, einige ehemalige Lieblingsfüller werden nur aus nostalgischen Erwägungen aufgehoben. Andere sind nur zum Anschauen zu gebrauchen. Unabhängig von der Güte des Füllers haben aber die meisten die Tendenz, bei Kundenterminen auszulaufen. Ob das ein transportbedingtes Problem ist oder an etwas anderem liegt, ist eigentlich egal. Blaue Finger habe ich dann jedes Mal. Nervig sind auch die proprietären Patronenformate. Viele Hersteller kochen hier ohne Not ihr eigenes Süppchen. Und natürlich ist laut Murphy immer gerade die Sorte "aus", die man nachfüllen müsste. Kolbenfüller erfordern dann wieder das Bereithalten von Tintenfässchen und Papiertaschentüchern, um königsblaue Kleckse zu entfernen. Trotz dieser Widrigkeiten schreibe ich bevorzugt mit Füllern, auch weil das Schriftbild schöner ist und der Snob in mir findet, daß das mehr Stil hat als ein schnöder Kuli mit Reklameaufdruck. ;-)
Manchmal müssen die Schreiberlinge natürlich auch gereinigt werden. Hier trocknen gerade diejenigen, die am Samstag ihren Badetag hatten.

Was ist euer Defaultschreibutensil? Füller? Kugelschreiber? Bleistift? Oder ganz was anderes?
Neues aus der Badeanstalt
Ich habe kürzlich wieder mit dem Schwimmen begonnen und schon bald wurden alte Feindbilder wiederbelebt. Die von mir innig gehassten Aquajogger, mehrheitlich Damen fortgeschrittenen Alters, die sich schnell tratschend und langsam strampelnd durchs Wasser bewegten und dabei 1-2 Bahnbreiten in Anspruch nahmen sind scheinbar aus der Mode gekommen, dafür gibt es aber weitere Benutzer von Badeanstalten, die sich als nur begrenzt kompatibel erweisen.
Die kontinuierlichen Schnell- und Nichtsoschnellschwimmer vertragen sich nach meinem Empfinden ganz gut. Jeder möchte sein Pensum schaffen und so wird das Becken meist von selbst zwischen den beiden Gruppen aufgeteilt, so daß es eher wenig Kollisionen gibt. Hier funktioniert auch das Ausweichen meist problemlos.
Dann gibt es die Tratschtanten: Zwei oder mehr Personen, meist weiblich, die mit gemächlichem Tempo ihre Bahnen ziehen, nicht zwingend immer geradeaus schwimmen und immer noch genug Luft zum Gespräch brauchen und auch so in ihre Unterhaltung vertieft sind, daß sie entgegenkommende Schwimmer oder solche mit Überholabsichten meist zu spät bemerken und dann etwas erschrocken mit Zickzackzappelbewegungen reagieren, die dem anderen Schwimmer das Ausweichen nicht unbedingt erleichtern. Zur Verbesserung der Kommunikation schwimmt diese Gruppe am liebsten nebeneinander und braucht 1-2 Bahnbreiten.
Die Poser kommen mit schnittiger Schwimmkleidung und Schwimmbrille, lassen sich am Beckenrand ins Wasser gleiten und schwimmen dann einmal hin und zurück. Danach hängen sie wieder lässig am Beckenrand herum, so daß die kontinuierlichen Schnell- und Nichtsoschnellschwimmer Probleme beim Wenden haben. Die Poser bevorzugen spritzintensive Schwimmstile wie Kraulen oder Delphin (meist wenig kunstfertig ausgeführt) und wenn sie dann ab und zu mal eine schnelle Runde schwimmen und dabei eine ziemliche Welle machen, von der dann alle übrigen Schwimmer auch etwas haben. Insbesondere, weil die Wahrscheinlichkeit versehentlich Wasser einzuatmen dadurch beträchtlich erhöht wird.
Beim letzten Besuch gab's dann in einem abgetrennten Teil des Beckens noch ein Zeitschwimmen eines Schwimmkurses, welches dann ziemliche "Vibrations" im Wasser erzeugte, was dann in Kombination mit Posern und Tratschtanten und dem Dauerslalom und Stop-and-Go-Schwimmen und "Finde eine Stelle zum Wenden am Beckenrand" meine Laune und Motivation dann endgültig in den Negativbereich beförderte. Game over!
Lebenszeichen
Nachdem einige sich offenbar bereits Sorgen machen... ich lebe und es geht mir gut. Ich habe nur einige gravierende Veränderungen in meinem Leben zu verzeichnen, die u.a. einen Umzug beinhalten. Es gäbe viel zu bloggen, aber das Meiste davon ist zu privat und ausserdem fehlt mir nebenbei auch Zeit und Connectivity.
Also: Sorgenfalten sofort glätten! Alles OK! ;-)
Bedrohungslage
Es schneit schon wieder. Das nervt.
Ich kündige schon mal ein paar Artikel an, die aktuell "in Arbeit" sind, aber eben noch nicht fertig.
- neue Searchstringtangas
- ein Artikel über Ehegattensplitting und warum ich das sinnlos finde
- ein Artikel über neue Musik in diesem Haushalt
- neue Gadgets werden genauer angeschaut
- ein bisserl Politik droht auch noch
und wenn mir gar nichts einfallen will, schimpfe ich eben wieder über das Wetter... und die S-Bahn! ;-)
Neujahrswunschkonzert
Irgendwie mangelt es mir derzeit an Ideen, dieses Blog zu befüllen und die Artikel, die mehr Rechercheaufwand erfordern sind alle noch nicht fertig. Oder ich kann aus Datenschutzgründen über $EREIGNIS nichts schreiben. Und immer nur über den ollen Rumpelfred zu fabulieren macht auch keine Laune. Also spielen wir mal wieder Wunschkonzert. Über welche Themen soll ich mich auslassen? ;-)
Bekannte Wünsche:
- Sex & Crime
- Weihnachtsbeleuchtung
- Jahresrückblick
- ...
Sonst noch Wünsche? ;-)
Willkommen 2010
2009 ist rum und jetzt haben wir 2010 ein Jahr lang an der Backe. Frau B denkt sich auch mal ein paar gute Vorsätze aus.
- Endlich mal das Abspeckthema wieder konsequent anzugehen, was sicher auch dabei hilft auf Parties länger tanzen zu können.
- Diverse Punkte von meiner ToDo-Liste nicht mehr vor mir herzuschieben.
- Auch dieses Jahr nicht mit dem Rauchen anzufangen.
- In einigen Punkten nicht mehr so unfassbar bescheuert zu sein.
Sofasymbiose
Die letzten Tage habe ich ein eher symbiotisches Verhältnis zum Sofa gepflegt und dabei Gesellschaft von meinen ratzigen Freunden gehabt. Die Ratte mit dem Schleifchen ist übrigens ein Präsent von Herrn und Frau H aus M. Und weil sie so gut nach den ebenfalls im Packerl befindlichen Weihnachtskeksen geduftet hat, trägt sie den gleichen Namen wie ein sehr sehr kekssüchtiger Ex-Kollege von mir. Mit im Bild noch Ratzmarie, Ratzimilian, Ratzian (schwarz, unbeschleift) und Ratzalena (weiss).
Feiertage und so
Nachts sind alle S-Bahnen genauso rot wie tagsüber. Da hilft bloss nichts, wenn sie erst in 30 Minuten fahren und das zu nachtschlafender Zeit, wenn es auf dem Bahnsteig der neuen Haltestelle Hirschgarten bitterkalt ist und sich ausserdem ein alkoholisierter Mitmensch anschickt, jeden Moment mit dem Kotzen zu beginnen. Das ließ mich eine rasche Entscheidung treffen, nämlich die doch lieber den Nachtbus und dann die Tram zu nehmen. Zwischenzeitlich drängte sich sich während eines anderen Benutzungsvorgangs des ÖPNV der Eindruck auf alle Münchner hätten die Stadt verlassen und es seien nur noch anglophone Touristen anwesend. "Oh, how sad! We missed the Glockenspiel!".
Zu reichliche Mahlzeiten wirken sich aufgrund des üblichen Fresskomas sehr nachteilig auf das Durchhaltevermögen beim Besuch von Parties aus. Vor allem wenn man am "heiligen Morgen" um 6:45 Uhr auf dem Viktualienmarkt aufschlägt, um dort Fisch, Käse und andere Köstlichkeiten zu erwerben. Und wenn es hinterher kein passendes Frühstück auf der Karte des Cafés gibt, darf es auch gerne mal ein Stück Käsekuchen zum Frühstück sein.
Was war sonst so? Eine Randgruppenparty, auf der mich jemand ansprach "Ich bin der Hwmmwhwmmw aus Freising!" - "Bitte wie?" "Na, der Hwmmwhwmmw aus Freising!" - "Tut mir leid, ich versteh kein Wort!" - "Der Hwmmwhwmmw aus Freising!". Leider weiss ich immer noch nicht, wie der gute Mann hieß, aber eigentlich ist das auch egal. Ich glaube aber, er kam aus Freising...
Ausserdem kann es wirklich nett sein, einige freie Tage in Symbiose mit dem Sofa zu verbringen. ;-) Und mal wieder "Frühstück bei Tiffany" anzusehen.
Weihnachtsansprache

Geruhsame oder aufregende Feiertage wünsche ich euch. Seid nett zu euch selbst! :-) Und lasst euch nicht nerven.
Teatime
Allerliebst! Und so praktisch! Ein Tee mit Ziehanleitung auf dem Papiernupsi am Ende des Beutelfadens. Das ist noch echte Innovation! Oder es melden sich gleich zwanzig Kommantatoren, daß das ein total alter Hut ist und sowas von gar nicht innovativ und dieser Artikel wird als der meistkommentierte Artikel in die Geschichte dieses Blogs eingehen. In jedem Fall ist eine Tasse mit einem Heissgetränk bei diesem ekelhaft nässenden Wetter genau das Richtige, auch wenn ich mich für Glühwein aller Art überhaupt nicht erwärmen kann, weil mir mit aufgerollten Fußnägeln das Laufen so schwer fällt. Dafür hab ich gestern auf dem Weihnachtsmarkt total unhöllische Teufelsmandeln probieren dürfen. Die waren sowas von unscharf, obwohl ich sie deutlich sehen konnte. Immerhin habe ich eine neue Klappe für meinen Müllbeutel pardon meine Umhängetasche erbeutet und einen pinkfarbenen Gartenzwerg im Metallic-Look, der sofort ins Sammelsurium der grenzwertigen Absurditäten aufgenommen wurde und jetzt hier neben der Winkekatze steht. Die Winkekatze bräuchte auch mal wieder eine neue alte Batterie zum leerwinken.Blogistisches Wurfholz
Warum bloggst Du? Ich habe ein großes Mitteilungsbedürfnis, äußere gerne meine Meinung und ausserdem passieren mir oder beobachte ich regelmäßig mehr oder weniger interessante/absurde/lustige Dinge, die vielleicht noch mehr Leute interessieren, aufregen oder amüsieren könnten, die gerade nichts besseres zu tun haben.
Seit wann bloggst Du? Seit 09. Mai 2005. Alles begann mit einem belanglosen Artikel über Erdbeeren.
Warum lesen Deine Leser Dein Blog? Das frage ich mich auch regelmäßig. Vielleicht traut sich ja mal einer und gibt zu warum er es liest. Vielleicht "Es ist immer noch weniger schlimm als arbeiten!"?
Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam? Das verrate ich nicht. Die schönsten Searchstringtangas werden aber regelmäßig gebloggt.
Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit? Vermutlich alle. ;-) Witzigerweise sind tendenziell eher die Artikel beliebter, die ich eher naja finde und diejenigen, die ich fürchterlich wichtig und relevant finde locken niemanden hinter dem Ofen hervor.
Dein aktuelles Lieblingsblog? Es gibt einfach zuviele die ich subscribed habe.
Welchen Blog hast du zuletzt gelesen? Das Blog der Olsenbande, wo ich auch das Wurfholz an den Kopf gekriegt habe.
Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert? 136
An welche fünf Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
- An die Thildkröte, damit die auch mal wieder was bloggen tut.
- An Maex, damit der auch mal wieder was bloggen tut.
- An Knarf, damit der auch mal wieder was bloggen tut.
- Und ansonsten mag sich jemand das Holz schnappen, der möchte.
Diese Woche
...war insgesamt ein bisschen stressig, weswegen mir teilweise Zeit und Inspiration zum bloggen fehlte.
Erstmal hab ich meinen Tag- und Nachtrhythmus durch diverse arbeitsbedingte Nachtschichten aus dem Tritt gebracht bekommen und der muß sich jetzt wieder einpendeln.
Ausserdem hab ich mich durch Übersehen einer Bordsteinkante voll auf die Schnauze gelegt und dabei ein Stück Althardware, die ich unter dem Arm trug, schwungvoll mitgerissen. Im Gegensatz zu meinen Knien, die in sämtlichen aktuellen Trendfarben schillern, hat der Server die ganze Geschichte unbeschadet überstanden. Nur ein paar Kratzer im Blech. Das ist irgendwie unfair.
Und dann gab es noch den ein oder anderen Termin, zu dem Frau B im vollen Ornat auftauchen musste. Der Nachbar nennt das Business Fasching. Recht hat er.
