Dienstag, 16. Februar 2010
Gestern abend frug mich Frau M auf dem Heimweg von einem Event über das ich noch berichten muß, ob ich wohl gerne Marmelade kochen würde. Diese Frage mußte ich bejahen und schwuppdiwupp hatte sie mir einen Beutel mit 2.5kg ehemals tiefgefrorenen Waldbeeren in die Hand gedrückt, welche wohl ursprünglich für die Zubereitung einer alkoholfreien Bowle vorgesehen waren. Diese Zubereitung hatte dann aus einem Grund nicht stattgefunden. Ich habe dann die Beeren nach Hause getragen und zusammen mit Zucker in einem Topf verfrachtet. Das war schon mal Spaß mit forenisischen Blutspurenuntersuchungen in der Küche, weil ich mit beim Hantieren mit dem Beerenbeutel wieder einmal grobmotorisch betätigen musste. Heute waren die Beeren dann fällig und wurden zu einem Fruchtaufstrich verarbeitet. Neun Gläser sind es geworden. Und es gab weitere Obstflecken in der Küche.
Und auf Ricotta schmeckt das Erzeugnis schon mal sehr lecker.
Samstag, 23. Januar 2010
Die Kaltmamsell fürchtet aus dem Loha-Marktsegment zu fliegen, weil sie lustige Fertigprodukte im nah-, mittel- oder fernöstlichen Supermarkt einkauft. Ich liebe ja diese Märkte, weil es dort so herrliche Dinge zu bestaunen gibt, die dann leider öfter besser aussehen als schmecken. ;-) Ich schaffe es vermutlich nicht einmal ins Loha-Marksegment.
Aber bleiben wir bei den Asiamärkten: Unverzichtbar für mich ist die dort erhältliche Palette an Gewürzen, vor allem Chili in allen Variationen, insbesondere das von mir so geschätzte Sambal Oelek. Auch Kimchi in Dosen kaufe ich dort sehr gerne ein und meine geliebte Sojasauce.
Ich oute mich bei der Gelegenheit mal als große Freundin von Tiefkühlkräutern. Das liegt daran, dass ich meist zu wenig von irgendeinem Kraut brauche, als dass sich die Beschaffung in "frisch" rentieren würde, weil der ungenutze Rest dann doch wieder von mir getrocknet und ein ehemaliges Marmeladenglas verstaut würde. Die Variante, die noch in der Erde steckt, vergammelt mir leider immer recht zügig.
Tiefkühlgemüse schätze ich auch, aber bitte ungewürzt. Allerdings beschränkt sich das Sortiment hier auf Dinge wie Spinat und Blumenkohl- oder Broccoliröschen. Die Alternative sind abends kurz vor Ladenschluß erworbene mäßig schönes Gemüse, welches dann auch noch geputzt werden will. Das muß nicht sein.
Womit ich hingegen so gar nichts anfangen kann sind Fertig(nudel)saucen, Tütengerichte aller Art und sonstige Fertiggerichte. Wobei es natürlich Ausnahmen gibt: Ab und zu darf es mal eine Dose Ravioli sein. :-) Bei Fertigdressing bin ich zwiespältig. Die Zubereitung einer schmackhaften Salatsauce ist etwas, was mir nur selten gelingt. Allerdings hasse ich auch die meisten Fertigdressings, ausser dem einen wo man Olivenöl und Essig und Gewürz durch Schütteln der Flasche vermischt. Ein echtes Dilemma.
Zwei Würzhilfen habe ich jedoch immer im Haus: Sojasauce und Bio-Gemüsebrühe.
Bin wohl doch kein Loha. ;-)
Donnerstag, 21. Januar 2010
Neulich bei Frau B daheim. Herr S studiert die DVD-Sammlung.
Herr S: "Oh Mann, dyfa, die Sissi-Trilogie??? Das hätte ich jetzt echt nicht von dir gedacht!"
Frau B: "Herr S??? Du bist ja lustig. Die hast du mir doch mal zusammen mit Herrn A geschenkt!"
Herr S: "Oh? Wirklich? Öhm!"
Mittwoch, 20. Januar 2010
...sind das nicht. Bloss sehr umtriebrige Kartoffeln. Ich sollte die Dinger wohl lieber nur noch portionsweise erwerben oder schlauer lagern. Nein, das ist auch nicht der Versuch "FarmVille" im echten Leben nachzuspielen.
Ich mag ja Vorher-Nachher-Bilder. Bei Frisuren, Make-Up und auch bei Küchen. Das hier ist vorher. Und natürlich habe ich ganz zum Schluss noch in einer Ecke eines anderen Zimmers noch einen schmutzigen Teller gefunden.
Und das hier ist nachher. Zum Glück war's nicht umgekehrt. :-)

Dienstag, 19. Januar 2010
Ein paar Gäste nach Hause einzuladen und diese zu verköstigen, zeigt immer recht gut, welche Haushaltsgeräte deine Zuneigung nicht verdient haben. Im konkreten Fall ist das mein Stabmixer, den ich vor Jahr und Tag beim Kaffeeröster erwarb und der gestern zuerst mit der Schlagscheibe nur semischönen Eischnee fabrizierte, sondern dann auch bei der Zubereitung der Broccoli-Ricottasuppe versagte und das Pürriermesser abfiel und ich mühselig in der halbpürrierten Suppe danach suchen musste.
Später wollten wir dann noch Margaritas machen, was aber daran scheiterte, daß der ebenfalls zum Stabmixer gehörige Häcksler (siehe Abbildung) schon mit dem Drehen des Messers ohne irgendwelches Obst völlig überfordert war. Ich glaube, ich muss demnächst mal in den Haushaltswarentempel gehen und mich nach einem Ersatz umsehen. Der bislang hier ansässige dysfunktionale Elektroschrott wandert jedenfalls in die Tonne.
Und natürlich hat die Spülmaschine inmitten der Geschirr- und Gläserberge auch noch begonnen, herumzumaulen und mich mit einem See in ihrem Inneren begrüsst, als ich mich gewundert habe, wieso sie nach dem Ende des Spülgangs nochmal von vorne beginnt. Den See habe ich dann abgeschöpft und die Filter gereinigt. Ursache war vermutlich eine durch reichlich Broccolipampe verursachte Filterverstopfung. Jetzt arbeitet zumindest "Spülbert" wieder. Mal schauen, ob der Inhalt auch sauber wieder herauskommt.
Eigentlich wollte ich ja gestern nur noch schnell ein paar Sachen besorgen, allerdings war das mit dem "schnell" so eine Sache, weil im von mir heimaufgesuchten Supermarkt durch vermutlich interplanetarische Phasenverschiebungen ausserordentlich zeitfressende Schwierigkeiten lauerten.
In meiner Kassenwarteschlange wartete eine übersichtliche Anzahl von Kunden mit einer ebenso übersichtlichen Menge an Einkäufen auf dem Förderband. Leider hatte die Dame an der Kasse vor allem eins nicht, nämlich Übersicht. Ausserdem stand sie mit der Prozedur "Kassenbons vom Bondrucker abreissen" dermaßen auf Kriegsfuß, dass jedesmal der Drucker blockierte und die schon ganz leicht genervte Kollegin zur Hilfe eilen musste. So dauerte die gesamte Bezahlaktion circa 15 Minuten.
Beim Backshop im selben Supermarkt ein ähnliches Bild. Ich deute auf eine Ansammlung von (gezählt) acht Semmeln in einer bestimmten Ecke der Auslage, wo nur diese acht Semmeln lagen. "Geben sie mir bitte die ganzen Semmeln da!" - "Wieviele?" - "Na, alle!" - "Wieviele?" - "ACHT!". Eingepackt hat die gute Frau dann übrigens zehn Semmeln. Und falls ich den Kassenbon noch finde, schau ich mal nach, wieviele Semmeln sie auf die Rechnung geschrieben hat. Seufz!
Die Suppen von gestern abend. Rezept würde ich das aufgrund weitestgehend fehlender Mengenangaben nicht nennen. ;-)
Hackfleisch-Lauch-Suppe:
Hackfleisch, Lauch, Olivenöl, Gemüsebrühe,
Sojasauce, Milch, Currypulver, Pfeffer, Salz, Oregano. (Fragt mich
nicht nach den Mengenverhältnissen, ausser 1kg Hackfleisch und 2
Stangen Lauch war das Pi-mal-Daumen zusammengemischt.
Broccoli-Ricotta-Suppe:
850g TK-Broccoli in ca. 3 Litern Gemüsebrühe
matschig kochen und dann pürrieren, mit Pfeffer und Salz abschmecken
und dann noch 200g Ricotta reinrühren.
Sonntag, 17. Januar 2010
Es taut und es regnet. Leider bringt der Regen auch Dinge wieder zum Vorschein, die der Schnee gnädig verdeckt hatte. Zum Beispiel die Mülltüten, die ich auf dem Balkon zwischengelagert hatte, weil ich keine Lust hatte, bei Eis und Schnee zum Mülleimer zu gehen. Irgendwann fällt es doch auf einen zurück.
Ich habe das Wetter heute gar nicht lieb.
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Als ich das Haus verließ, um einkaufen zu gehen, hatte es aufgehört zu schneien. Leider hat es auf dem Rückweg dann angefangen zu regnen. Glücklicherweise hat es mit dem richtigen Regen dann erst angefangen, als ich schon längst wieder daheim war. Das lief dann auf einen weiteren Tag Sofasymbiose hinaus. Leider ist es so, daß man eher nichts bebloggenswertes erlebt, wenn man so daheim auf dem Sofa sitzt und sich irgendwelche Schmachtfetzen auf DVD anschaut. Obwohl mir langsam die Schmachtfetzen ausgehen. Ich muss wohl mit Vampirfilmen weitermachen. Vielleicht Vampirschmachtfetzen? Aber keine aktuellen Teenager-Lieblingsfilme. Selbst ich habe Grenzen.
Beim Einkaufen war dann ein Mann vor mir an der Kasse, der eine riesige Tüte voller Tomaten gekauft hatte und tatsächlich erstaunt war, daß der enorme Tomatenberg mehr als ein Kilo gewogen hat. Das waren sicher 3-4kg und er hat sich über den hohen Preis ernsthaft gewundert. Der gute Mann geht vermutlich nicht so oft einkaufen. :->
So, und morgen geh ich wieder vor die Tür, das war einfach zuviel Fernsehen die letzten Tage. Da wird man ganz blöd im Kopf, wenn man sich dauernd das Leben von anderen Leuten anschaut, von denen die meisten ja auch noch erfunden sind. Jetzt lebe ich lieber wieder selbst. :)
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Das Menü in Addict Castle heute abend:
Vorspeise: Kürbis-Ricotta-Suppe mit Kernöl und gerösteten Kürbiskernen
Hauptgang: Schottischer Lachs, gebraten dazu Safran-Ricotta-Sauce, Gemüsegratin, Blattspinat und einer Reis-Wildreis-Mischung (der Fischverweigerer bekommt ein Extrawurst Hüftsteak gebraten)
Dessert: Käsevariationen und Herrencreme (Vanillepudding mit Schokostückchen und Rum)
dazu gibt es Wein aus der Steiermark.
Falls danach noch irgendjemand hungrig sein sollte, wird sich wahrscheinlich etwas finden.
Montag, 21. Dezember 2009
250g Nudeln kochen und abkühlen lassen
300g Champignons kleinschnippeln
2 Frühlingszwiebeln kleinschnippeln
6-7 getrocknete Tomaten kleinschnippeln und in
1 EL Olivenöl einweichen (mehrere Stunden oder sogar über Nacht)
200-250g Saure Sahne (10% Fett) mit
2-3 EL italienische Kräuter (hier wurde die Tiefkühl-Variante verwendet) sowie Pfeffer und Salz vermischen.
In die saure Sahne kommen dann noch die eingeweichten Tomaten. Natürlich kann man auch solche verwendet, die schon in Öl eingelegt verkauft werden. Die sind mir aber meistens zu fettig und ausserdem wird das immer eine Riesenschweinerei, die zu zerkleinern.
Die Sauce dann mit den abgekühlten Nudeln, den Pilzen und den Frühlingszwiebeln vermischen. Ich habe gestern noch ein wenig Mais aus der Dose hinzugefügt. Natürlich kann man auch noch anderes Gemüse und/oder Schinken verwenden. Je nach Geschmack oder Vorratslage oder was grad da ist, was weg muß. ;-)
Und noch eine Liste inspiriert von Katha: Die zehn zauberhaften Küchenkatastrophen.
- Ich hatte mal ein ungeplantes Zusammentreffen mit einem heissen Muffinblech durch unsachgemäße Bewegungen beim Öffnen der Balkontür, weil das Blech samt Muffins zum Auskühlen auf den Balkon sollte. Seitdem habe ich eine kleine, inzwischen fast unsichtbare Brandnarbe am Dekolleté.
- Mein Simmertopf nahm ein unschönes Ende. Ich beabsichtigte, Milch für einen Kakao darin zu erhitzen. Leider habe ich den Topf samt Inhalt vergessen, bis es auf einmal in der Wohnung streng zu riechen begann und bläulicher Qualm durch die Behausung waberte. Das Wasser war komplett verdunstet und das Metall hatte sich dann richtig erhitzt und die Milch verkokeln lassen. Der Plastikanteil des Topfes war teilweise geschmolzen. Schade um den Topf. :-( Und die Wohnung stank tagelang.
- Die Erstversuche von pikanten Muffins und gebratenen Auberginen schmeckten einfach nur gar nicht lecker. Mehr so ekelhaft.
- Meine Versuche mit Brandteig und dem Ziel "Windbeutel" führten zu schmackhaften, aber sehr weichen Fladen. Habe seither jegliche Ambitionen hinsichtlich Brandteig begraben.
- Ein Experiment mit der Fabrikation von "Cookies" führte zu einer durchgehenden Keksfläche auf dem Backblech, weil der Teig so arg auseinanderlief.
- Diese Geschichte mit dem Rauchmelder.
- Und jene Geschichte mit den angebrannten Geschichten.
- Ein Kuchen in einer Kastenform, bei dem ich das Backpulver vergessen habe. War ... etwas ... arg .... kompakt und sehr stabil. Und ziemlich resitent gegen Versuche ihn zu schneiden und zu essen. Damals war ich erst 12 Jahre alt oder so. ;)
- Noch früher in meinem Leben fand der Versuch statt, Nudeln in Orangenlimonade zu kochen.
- Der Oma einer Freundin ist mal ein Kalbsbraten angebrannt. Das roch im Haus tagelang trotz intensiven Lüftens nach frisch Erbrochenem.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Ich kann dieses Standardargument nicht mehr hören. Es nervt. Es ödet mich an. Jeder dahergelaufene Ernährungsberater, Fernseh- oder engagierte Hobbykoch haut es einem um die Ohren. Und jeder Dummlurch, der sich zentimeterweise Butter aufs Brot schmiert oder sein Essen in einem halben Liter Öl versenkt, plappert es ebenso begeistert wie planlos nach. Das erinnert schon ein wenig an eine Gebetsmühle.
Endlich der perfekte Grund sich Energie im Überfluß einzuverleiben - Fett ist ja ein Geschmacksträger! Egal, ob das jeweilige Essen damit tatsächlich besser schmeckt oder nicht. Leider trägt das Fett ja auch zwangsläufig den schlechten Geschmack oder ist vielleicht sogar der Grund dafür. Egal!!!!! Fett ist doch so ein wichtiger Geschmacksträger. Noch ein wenig mehr Bütterchen ans Rahmsößchen?
Leute, macht nur. Es sind eure Hosen, die im Zweifel kneifen. Aber hört einfach nur auf, jeden immerzu mit diesem Todschlagargument zu penetrieren, insbesondere dann, wenn diejenigen aus $GRUND die täglich zugeführte Energiemenge im Auge behalten müssen oder speziell den Fettkonsum regulieren müssen, weil der Magen sonst komplett Amok läuft.
Vielleicht kippe ich einfach demjenigen, der mir als nächstes mal wieder den Defaultspruch bringt, einfach ein wenig Öl in den Kaffee.
Frau Kaltmamsell bloggte eine Liste und die Idee kommt von Katha. Ich klaue mir diese Listenidee mal. ;-) Ein Kammerl (hierzulande die Vorratskammer) habe ich leider gar nicht. Diese nützliche Institution ist hier irgendwann mal einer Vergrößerung des Badezimmers zum Opfer gefallen. Und leider in vielen neueren Wohnungen gar nicht mehr anzutreffen.
- Kaffee - es geht einfach nicht ohne. In Bohnenform. Ich mache aus dem Kaffeekauf allerdings keine Religion. Hauptsache, er schmeckt.
- Milch 1.5% Fett - für'n Kaffee, für's Müsli, zum Trinken und als Flüssigkeitsanteil für Nudelsaucen.
- Frischkäse - zum ewigen Entsetzen der "Fett ist ein Geschmacksträger"-Missionare mit wenig Fett.
- Bürowurst - Heisst so, weil ich sie fast täglich im Büro esse und ist eigentlich auch keine Wurst, sondern ein Geflügelschinken.
- Nudeln - am liebsten Hörnchen aus 100% Hartweizen.
- Sojasauce - mein Universalwürzmittel in der Literpulle vom Asiamarkt.
- Powidl (Pflaumenmus) - meine Lieblingssorte lasse ich mir immer aus Österreich mitbringen. Im Moment horte ich größere Mengen, da ist wohl mal eine Linzertorte fällig. ;)
- Knäckebrot - Geht immer!
- Ricotta - Perfekt für Saucen oder direkt aufs Brot geschmiert.
- Schokolade - Kein Kommentar. :->
- Chili (läuft ausser Konkurrenz)
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