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Weihnachtsgruss 2011

Das diesjährige Weihnachtsfest brachte mir unter anderem das lang ersehnte Grafiktablett. Über dieses formidable Gerät, seine Verwendungsmöglichkeiten unter den hier im Haus ansässigen Betriebssystemen werde ich in Zukunft sicher hier auf dieser Verlautbahrungsplattform noch öfter schreiben, aber erstmal muss ich üben, mit dem Ding umzugehen. Es gibt sehr viele Einstellungen auszutüfteln!

Als Vorgeschmack gibt es hier schon mal eine Weihnachtsratte. Euch allen noch frohe Feiertage! :-)


Ausgeweint!

Es begab sich vor Jahr und Tag, dass ich aus irgendeinem Grund, der mir damals vernünftig erschien, an welchen ich mich heute aber nicht mehr erinnern kann, Wine installiert habe. Nach kurzer Zeit flog die Software wieder vom Rechner. Was aber nicht verschwand waren die Einträge, die Wine im Kontextmenü "Open with, Öffnen mit" als Option anboten. Und das gleich mehrfach. Warum auch immer. Nach dem Wechsel auf Linux Mint 12 befanden sich diese Optionen immer noch dort, obwohl dieser Installation noch kein Wine eingeschenkt worden war.

Ich fand, dass mich das jetzt endlich genug stört, um Zeit in die Beseitigung zu investieren. ;-)

Da das Basissystem selbst winefrei ist, musste die Ursache und damit die Beseitungsmöglichkeit woanders vergraben sein. Dank diesem Howto kann man dann auch an den relevanten Stellen nachsehen, weil man jetzt weiss, wo diese relevanten Stellen liegen.

Es gibt nun die Möglichkeit, im Nautilus über die Properties einer beliebigen Datei eines bestimmten Dateityps die Einstellungen für alle Dateien dieses Typs zu ändern, was angesichts der vielen Dateitypen etwas mühselig ist. Auf der anderen Seite öffne ich meistens nur irgendwelche Bilder in dem einem oder dem anderen Editor, so dass es mir für die meisten Dateitypen ohnehin komplett egal ist, was bei den Programmoptionen angezeigt wird. In den Properties gibt es also einen entsprechenden Reiter, wo man die möglichen Applikationen auswählen, den Default festlegen und unerwünschte Optionen per Rechtsklick "vergessen".


Jetzt auch mit frischem Minzgeschmack

Nachdem sich Ubuntu immer mehr vom "Installieren, Freuen!"-OS zum "Wir wissen besser, was gut für dich ist!"-Bevormundungsdreck entwickelte und insbesondere der neue Default-Windowmanager Unity sich für meinen Geschmack als unausgereifter Blödsinn herausstellte, war es Zeit sich nach einer Alternative umzusehen. Nach kurzer Suche fand ich die im OpenSource-Bereich übliche Abspaltung von Leuten, die aus irgendeinem Grund mit der Weiterentwicklung von $SOFTWARE unzufrieden waren und sich deshalb entschieden haben, dem Ursprungsprodukt eine weitere Geschmacksrichtung hinzuzufügen. In diesem Fall schmeckt das Spin-Off nach Pfefferminze und nennt sich Linux Mint.

Dieser Tage warf ich also die Variante Linux Mint 12 auf einen USB-Stick und beglückte zunächst das Netbook mit dem neuen OS. Nun ist das kleine Gerät leistungstechnisch ein bisschen schwach auf der Brust, aber insgesamt fand ich das alles brauchbar. Auch das vielbeschimpfte Gnome3 gefiel mir gut. Also habe ich noch ein frisches Backup vom Thinkpad gemacht und losgelegt. 

Beim Bootprompt muss man zunächst "live" eingeben, sonst geht nichts weiter. Dann bootet ein Livesystem vom Stick und man kann testen oder gleich installieren. Praktischerweise wird auch eine Installationsoption "Behalte deine Daten und installier Linux Mint drumrum!" angeboten. Das stellte sich aber im Nachgang als Schuss in den Ofen heraus. Deswegen gleich die Warnung: Pfoten weg von dieser Option! Es gehen zuviele Dinge nicht oder nur halb und das Gesamtkunstwerk verhält sich relativ zickig. Beispielsweise maulte der Updater beständig, verschiedene Repositories seien nicht schön genug.

Hinzu kam ein Bug hinsichtlich Gnome3, der mit schöner Regelmässigkeit dafür sorgte, dass wahlweise

  • das Touchpad nicht mehr funktionierte (Gut, dass das Thinkpad eine "Zweitmaus" in Form des roten Knubbels hat!)
  • X komplett einfror, der Mauszeiger ließ sich noch bewegen (Hier half das Wechseln auf eine andere Konsole und der Neustart des lightdm)
  • der komplette Rechner einfror und auch aus dem WLAN verschwand (Hier half nur beherztes Betätigen des Ausschalters)

Diese Effekte verschwanden auch mit der Neuinstallation nicht. Die Vermutung 'Hardwaremacke' hatte sich nicht bestätigt, dafür fand Google diesen Bugreport und ich fand, das Gnome2 bislang akzeptabel war und das auch vorläufig weiter sein wird. Seitdem funktioniert alles wieder komplett schmerzfrei.

Gemüse für Nerds

Es gibt Kochnerds und kochende Nerds und es gibt Gemüse, welches nerdiger ist als anderes. Zum Beispiel Rotkohl, der herrlich fraktalische Schnittflächen präsentiert. Ich bin fast geneigt, mir dieses fabulöse Gemüse nur zum Anschauen zu kaufen.


Upgrade

Vor einer Weile hatte ich mir ja eine Nikon D60 geschenkt und damit auch das ein oder andere Foto fabriziert. Wir hätten gemeinsam alt werden können, hätte sich da nicht unerwartet die Gelegenheit ergeben, auf eine D90 upzugraden. $KOLLEGE hatte sich eine neue Kamera zugelegt und suchte nun ein Zuhause für den D90-Body.


Nun suche ich wiederum ein neues Zuhause für den D60-Body. Sofern einige Interessierte aus meinem Reallife-Umfeld doch nicht so interessiert sind, werde ich das gute Stück hier feilbieten.

Update: Die D60 hat ein neues Zuhause!

Robogurken

Kürzlich gelangte ich durch eine freundliche Spende von Frau V in den Besitz dieses putzigen Androiden. Kollege D beutelte daraufhin der grüne Neid und er sah sich genötigt, sich selbst so ein grünes Dingsbums zu bauen. Es ist ...äääh... nur mit Mühe vom Original zu unterscheiden.

Uneinheitlich

In der Hoffnung meine eher unterbrechungslastige WLAN-Verbindung vom Thinkpad zu verbessern, habe ich dieser Tage auf Ubuntu 11.04 gewechselt. Das WLAN-Problem ist nicht wirklich besser geworden, also liegt es möglicherweise doch an der Hardware. Was allerdings mehr nervt, ist der neue Windowmanager, der neuerdings zum Default bei Ubuntu gehört: Unity. Ich bin nun wirklich kein besonderer Fan von Gnome, aber immerhin nervt mich Gnome weniger als der MacOSX-Desktop, der einer der Hauptgründe war, warum ich dem angebissenen Apfel den Rücken gekehrt habe. Nun hat Unity ein besonders nerviges "Feature" von MacOSX übernommen: Die Menüleiste klebt nicht mehr am eigentlichen Applikationsfenster, sondern am oberen Bildschirmrand. Insgesamt finde ich Unity weder sonderlich intuitiv noch gelungen und an zu vielen Stellen noch viel zu unausgegoren. Schick, aber unpraktisch oder nutzlos bis dämlich. Der Menüleistenbug allein ist aber für mich schon ein wichtiger Grund, mir etwas einfallen zu lassen. Ich könnte versuchen, auf Gnome umzustellen, ich könnte Ubuntu in die Tonne kloppen und etwas anderes verwenden. Zum Beispiel mein geliebtes FreeBSD mit dem guten alten Windowmaker, der zwar vieles nicht kann, aber mich auch nicht nervt und den ich wirklich übel zurechtkonfigurieren kann.

[Update: Inzwischen läuft wieder Gnome und den Rest schau ich mir am Wochenende an.]

Bild vom Mond

Die Frau vom Mars macht ein Bild vom Mond. 

Zutaten:

Nikon D60, Nikkor 70-300, Stativ, ISO 100, Blende f/8.0, Belichtungszeit 1/80 Sekunde, Brennweite 300 (450 an meiner Kamera).

*KLICK*

Frau B hat sich ein Zweitblog zugelegt, wo es nur um Fotos und Fotografieren geht. Aus naheliegenden Gründen ist es für die Betrachtung mit mobilen Browsern nur bedingt geeignet.

Oberflächenveredelung

Die Besitzer alter Gammellaptops blicken oft neidvoll auf die Leute mit den neuen flachen schicken Klappcomputern, welche ja teilweise auch mit eleganten Metalloberflächen aufwarten können. Dabei kann man ein sogenanntes "gebürstetes Finish" ganz leicht selbst anbringen.  Alles, was man braucht ist eine halbwegs intakte Haarbürste. Und der alte Gammellaptop sieht dann hinterher auch nur ganz wenig noch schlechter aus als wie vorher. Toll! Und alle werden wieder sagen, ihr wärt mit dem Klammerbeutel gepudert! Und falls der Gammellaptop euer Firmenlaptop ist, weiss der Chef eure Bemühungen sicher auch nicht angemessen zu würdigen.


Wir basteln uns eine Gewitterzelle!

Dieser Tage lastete drückende Hitze über der Stadt und wir sehnten uns ein erfrischendes Gewitter herbei. Unter anderem auch, um sich das Blumengießen am Abend zu sparen. Das dyfustifications-Laboratorium für angewandten Wahnwitz entwickelte in Kooperation mit unserem Gastwissenschaftler Kollege K eine Apparatur zur Erzeugung einer Gewitterzelle im Büro.

Hier der Versuchsaufbau:

Als Ventilator diente dieses Ultramegapowermiefquirl-Flugzeug aus der Windkanalforschung von Prof. Dr. Kitty. Wir danken für die Bereitstellung dieses kostspieligen und technisch hochkomplexen Gerätes. Leider steckt die Gewitterzellenforschung in Büros noch in den Kinderschuhen, da es bisher nur gelang Wutausbrüche bei Kollegen, cholerische Anfälle und zugluftbedingte Muskelbeschwerden zu generieren. Wir forschen jedoch unermüdlich weiter.

Wikistyleschiet!

Die (deutsche) Wikipedia hat sich ein neues Stylesheet gegönnt. Leider scheint man nicht besonders viel Zeit in die Qualitätssicherung gesteckt zu haben. Mit einem 3.5 bzw. 3.6er Firefox unter Linux oder FreeBSD stellt sich das Opus auch bei 22" herrlich defekt dar. [Klicken vergrößert]

Unabhängig davon, finde ich die nach rechts oben umgezogene Suchmaske mindestens gewöhnungsbedürftig. Und "Wir haben die Wikipedia verbessert" erinnert an Lebensmittelzubereitungen mit "Neu! Verbesserte Rezeptur!", was meist auf einen qualitativen und geschmacklichen Verlust hinweist, aber die Herstellung ist sicher billiger geworden.

Wer sich einloggt, darf übrigens den alten Style verwenden. Ich bin aber der Ansicht, dass man nicht ständig in der Wikipedia (oder sonstwo) angemeldet sein sollte, nur um das Ding ohne Darstellungsschmerzen benutzen können. #epicfail

Google hatte gestern übrigens auch eine tuffige Idee und demonstrierte zwangsweise, wie man aus der Startseite einen tollen ressourcenfressenden "Diaprojektor" (O-Ton Kollege K.) bauen kann. Heute ist da zumindest alles wieder in Ordnung.

Schöner telefonieren!

Wie einige schon mitbekommen haben, habe ich mir nach langwierigen Überlegungen endlich ein neues Mobiltelefon zugelegt. Und ich bin so glücklich mit meinem neuen Device, dass ich sogar den Verlust meines Lieblingsspiels "Crazy Daisy" und Gottes eigenem Kalender "Agendus" verschmerzen kann. 

Das neue Gerät verfügt über 1.5 Klingeltöne und hat so eine tolle Farbe! Ausserdem hat es den kostengünstigsten Mobilfunktarif, den je ein Mensch gesehen hat.

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Erscheinungen

"Du dyfa, da sitzt eine Ratte auf deinem Kopf!" - "Oh nein! Du siehst sie also auch????"

Ivan sitzt übrigens auf dieser Aufnahme sehr stabil auf meinem Kopf und es bestand keine Abrutschgefahr.