Freitag, 12. März 2010
Wie einige schon mitbekommen haben, habe ich mir nach langwierigen Überlegungen endlich ein neues Mobiltelefon zugelegt. Und ich bin so glücklich mit meinem neuen Device, dass ich sogar den Verlust meines Lieblingsspiels "Creazy Daisy" und Gottes eigenem Kalender "Agendus" verschmerzen kann.
Das neue Gerät verfügt über 1.5 Klingeltöne und hat so eine tolle Farbe! Ausserdem hat es den kostengünstigsten Mobilfunktarif, den je ein Mensch gesehen hat.
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"Schöner telefonieren!" vollständig lesen
Dienstag, 9. März 2010
Kürzlich wurden in irgendeiner TV-Sendung ganz tuffige Wellnessprodukte für Zuhause getestet. Mich nervt dieses ganze Wellnessgedöns ja tendentiell schon, was dem Entspannungsgedanken irgendwie zuwider läuft. Egal. Jedenfalls wurde in der Sendung eine Apparatur vorgeführt, die man in die Badewanne hängt und die dann Schaum produziert, sofern man vorher ein Schaumbad oder Duschgel eingefüllt hat. Dieses Schaumdings war nicht so ganz billig. Allerdings fiel mir bei der Gelegenheit ein, daß ich ja mal von der Thildkröte etwas ganz ähnliches geschenkt bekommen habe - diesen unfassbaren Schaumdrachen, den sie mir von ihrer Japanreise mitgebracht hatte. Die Zunge des Drachens ist mit Seife beschichtet und durch Hinzufügen von Wasser und Durchdenstrohhalmpusten kriegt man tollen Seifenschaum. Ist zwar nicht so wellnessig entspannt, aber sicher deutlich lustiger und vor allem deutlich kostengünstiger. Vor allem dann, wenn man so einen schaumspeienden Drachen geschenkt bekommt.
Kollege D hat kürzlich wieder in der IT Geschichte gewühlt (oder auch nur mal daheim gründlich ausgemistet) und dabei dieses kostbare Erinnerungsstück ausgebuddelt. Die Älteren unter euch werden sich noch an den Urahnen der ganzen Pods und Pads erinnern - den Apple Newton. Ein ehemaliger Kollege hatte seinen Newton so lieb, daß er ihn am liebsten mit ins Bett genommen hätte. Vielleicht hat er das ja auch. Vermutlich hat er. Nein, ich bin mir sogar fast sicher.

Sonntag, 7. März 2010
Sergej Ratzmaninow, der Experte der Pirattenpartei für die Vorratzdatenspeicherung, meint "Daten sind wie Fingernägel, die wachsen immer wieder nach. Wer legt sich schon einen Vorrat an Fingernägeln an?"
Donnerstag, 4. März 2010
Azubi: "So, ich geh zum Mittagessen! Heute mal zum Chinesen! Ich hab Appetit auf Ente!"
Kollege F: "Ah, Ente süß-sauer!"
Azubi: "Nee, lieber scharf!"
Frau B: "Wieso Schaf? Ich denke Ente?"
Azubi: ...
Warum wollte er uns dann eigentlich nicht mehr mitnehmen zum Chinesen?
Mittwoch, 3. März 2010
Hiermit eröffne ich die diesjährige Saison und quäle meine Blogbesucher mit Blumenbildern!

Nach dem Klick gibt es noch zwei Bilder! :)
"Schneeglöckchen vs Schneeflöckchen" vollständig lesen
Sonntag, 28. Februar 2010
Eine Gruppe von Frauen in der Piratenpartei hat eine eigene geschlossene Mailingliste gefordert/eingerichtet, in welcher nur Frauen angemeldet sein dürfen. Wie wird das festgestellt? Was ist mit biologischen Männern, die gerne eine Frau wären? Was ist mit biologischen Frauen, die sich als Mann fühlen? Sind die per Definition Frauen oder Nichtfrauen oder was? Führt der Versuch sich - durch in meinen Augen untaugliche Mittel - gegen tatsächliche oder angebliche Diskriminierung zu wehren, nicht wiederum zu Diskriminierung? Wer entscheidet eigentlich, wer eine Frau im Sinne der Mailingliste sein darf? Einladungen und Akkreditierungsverfahren?
Ich selbst sehe diese Form der Biotop-Bildung mit Verärgerung und Skepsis, den für mich bedeutet diese Form der exklusiven Beschränkung auf ein Merkmal - Geschlecht - einen selbst-organisatorischen Rückschritt, ein Transparenzproblem und ein Diskriminierungsproblem. Wenn ich gleichberechtigt behandelt werden will, darf ich auch selbst niemanden diskriminieren. Für mich war es ein Zeichen emanzipatorischer Reife, dass die Piraten bislang ohne diese unsägliche Kleinstaaterei ausgekommen sind. Ein Trugschluss?
Ein Argument ist, daß sich viele Frauen in einer gemischten Gruppe nicht trauen, sich zu äussern. Neben dem Aspekt, dass Schüchternheit als eine mögliche Ursache dafür kein geschlechtsspezifisches Phänomen ist, wäre es nicht sinnvoller die eigenen rhethorischen Fähigkeiten zu trainieren und möglichen (dummen) Einwürfen Paroli bieten zu können, statt sich in ein Reservat zurückzuziehen und weiterhin vor allem eines zu bleiben - draussen. Integration erzielt man nicht durch Abkapselung.
Es ist eigentlich ganz einfach:
- Niemanden wegen irgendwas diskriminieren/mobben/Gewalt aussetzen.
- Niemandem wegen irgendwas den Arsch hinterhertragen.
- Die eigenen Fähigkeiten für sich selbst zu sprechen und einzutreten, verbessern.
In allen drei Bereichen wartet ausreichend harte Arbeit. Vielleicht können wir da einfach weitermachen.
In diesem Zusammenhang verweise ich dann noch auf einen Artikel von Mela zu diesem Thema und auf einen älteren Artikel von mir selbst.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Die neue Variotram, die seit einer Weile durch München fährt, sieht von aussen ganz gut aus - für eine Tram. Innen sieht sie auch ganz gut aus, aber neben den schlimmen Spuren, die der Winter vornehmlich auf dem Fussboden der neuen Fahrzeuge hinterlassen hat, zeichnet sie sich primär durch Enge aus. Das ist unpraktisch. und betrifft zum Beispiel die Beinfreiheit. An manchen Sitzplätzen stossen selbst kurzbeinige Wesen wie ich mit den Knien schnell an ihre Grenzen. Aua! Dann hat man eine noch tolle Engstelle geschaffen, in dem man statt 2+1 Sitzplätze (auf die Gangbreite bezogen) an manchen Stellen 2+2 eingebaut hat. Dort müssen sich sogar schlanke Menschen im Gang seitwärts drehen, insbesondere wenn sie noch Gepäck in Form einer Umhängetasche mitführen. Ausserdem liegen diese Plätze teilweise auf einer Art Erhebung, so daß langbeinige Zeitgenossen ihre Knie auf Ohrenhöhe haben, wenn sie sich dort niederlassen. Bei den ganzen Vorschusslorbeeren für das neue Transportmittel hätte ich mir ein wenig weniger blöde Ausstattungsmerkmale erwartet.
Neben diesen konstruktionsbedingten Schwächen scheint die Technik selbst auch noch ein wenig buggy zu sein. Dieser Tage konnte die Tram nicht losfahren, weil nach einem Meter (!) Fahrtweg irgendein elektronisches Bremsdings zuschlug und eine Vollbremsung auslöste. Nach einige Versuchen, die jeweils zum gleichen Resultat führten, schickte der Fahrer die Passagiere vor die Tür und nach einer Prise organisatorischer Verwirrung habe ich dann mit Bus und U-Bahn den Weg ins Büro angetreten.
Mittwoch, 24. Februar 2010
Guido W. inszeniert sich nach meinem Empfinden neuerdings mit viel Nachdruck als eine Art Reverse-Robin-Hood. Er möchte den Reichen geben und den Armen nehmen. Die Leistungsträger der Gesellschaft möchte er wohl mit diesen markigen Sprüchen und einer megapeinlichen Inszenierung von seinen politischen Qualitäten (welche?) überzeugen. und nebenbei von ein paar kleineren Geldbeträgen ablenken, die kürzlich das Budget der FDP ein bisserl aufgemöbelt haben. Und Stimmung machen gegen diejenigen, die nicht das Leistungsträgergütesiegel tragen dürfen und um deren Lobby es traditionell sehr schlecht bestellt ist. Passend dazu zeigt das Fernsehen gerne Empfänger von sozialstaatlichen Transferleistungen, die öffentlich äussern, auf jedwede Erwerbstätigkeit "keinen Bock" zu haben. Die geifernde Rhethorik des Herrn W. zu diesem Thema lässt auch tiefe Blicke in dessen Persönlichkeit zu. Er versucht sich auf Kosten der Schwächsten zu profilieren. Und wem das Konzept des Fremdschämens bislang unbekannt war, dem dämmert allmählich wie einem andere Leute so richtig peinlich sein können. Und dieser Typ ist unser Vizebundeskanzler und Aussenminister.
Ach Guido, du finanzierst dich auch zu nicht unwesentlichen Teilen aus der Staatskasse und deine Nebeneinkünfte werden nicht angerechnet. Im Gegensatz zu einem Hartz-IV-Kind, wo das Kindergeld als Einkommen zählt, angerechnet und abgezogen wird. Saubere Sache. Ich fühle mich als erwerbstätige Staatsbürgerin auch maßlos ausgenutzt, Guido. Von dir. Sich als Privilegierter über die Unterprivilegierten zu erheben und denen schamlos zurufen "Ich bin gut, weil ihr Scheisse seid!" ... das ist mehr als schlechter Stil. Das ist einfach nur zum Kotzen. Ekelerregend. Unwürdig.
Link: Der Kabarettist Christian "Fonsi" Springer mal ganz unkabarettistisch zum Thema.
- Hüfthalter wie hoch tragen (Am besten bis knapp unters Kinn ziehen!)
- Geile Verkäuferinnen im Matratzenladen (Das ist sicher der Titel eines sehr miesen Films!)
- Caps Lock lebt (Nein, ich hab's totgemacht!)
- Wie heißt das Grünzeug auf dem Ast (Laub oder Nadeln, du Vollbrot!)
- Was hat die Farbe Lila für einen Namen? (Zitronenblau!)
- Tanzboden aus Schaumgummi (Ist das sowas ähnliches wie diese bekloppten Schuhe zum Abspecken?)
- Piratenaufkleber fürs Gesicht (Verbergen wegen des Transparenzgebotes keinen einzigen Pickel...)
- Huhn draufstecken (Voodoo für ach ich will es lieber gar nicht wissen...)
- Frauen in gelben Gummistiefeln (Noch ein komischer Fetisch oder ein schlimmer Kunstfilm. Weiss nicht, was ich merkwürdiger finde...)
- Kardinaltonne zu verkaufen (Hätte ich auch gerne, um die Flachwitzstellen besser zu markieren...)
Dienstag, 23. Februar 2010
Frau B hat nichts mehr zu trinken.
Frau B: Kollege B, soll ich dir auch noch eine Flasche Wasser mitbringen?
Kollege B: Nein, ich hab noch. Die Flasche ist noch halbvoll.
Kollege B: Eigentlich ist sie halbleer...
Frau B: Hast du schon mal mit einem Arzt über deine Stimmungsschwankungen gesprochen?
Dieser Tage wurde behauptet, dass beim Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nun doch alles gar nicht so schlimm sei. Man sei zum alten Anbieterbegriff zurückgekehrt. Das Gegenteil von "nicht so schlimm" ist der Fall. Man hatte lediglich festgestellt, daß der neue Anbieterbegriff so weit gefasst war, daß man kaum eine Chance hatte, Leute sinnvoll zu verklagen.
Eine schöne Zusammenfassung samt Kommentar zu dem geplanten Staatsvertrag, welcher am 25.02.2010 unterschrieben werden soll, gibt es bei Carta.
Der JMStV wird das deutsche Internet nach meiner Einschätzung schlagartig in eine Einöde verwandeln, weil kaum ein Anbieter das Risiko eingehen kann und will. Es hat sich dann ausgebloggt. Wer will schon für ein Hobby verknackt werden, nur weil Inhalte möglicherweise nicht ganz jugendfrei sind. Das Ende des benutzergenerierten Contents. Mehr Infos dazu bei Alvar Freude: Horrorkabinett der Jugendschützer und Die KJM ist viel gefährlicher, als es Zensursula je war.
Diese Woche finden deutschlandweit Mahnwachen vor den verschiedenen Staatskanzleien statt! Informiere dich! Nimm teil!
Mahnwache in Mainz: 24.02.2010
Mahnwache in München: 23.02.2010
Übersicht über alle Termine.
Sonntag, 21. Februar 2010
Silke schreibt über Stefan "Aaron" König, unseren Bundeskriegstreiber.
Ich erkläre hiermit, daß ich als Pirat mit den kriegstreiberischen Ansichten von Herrn König nicht konform gehe.
PAV jetzt und zwar wegen dem expliziten "Scheissen auf die Basis"!
Donnerstag, 18. Februar 2010
Neuerdings ist Zensur oder zumindest die Forderung danach scheinbar modern und legitim. Irgendwer glaubt neuerdings immer irgendwas oder irgendwen vor Bildern oder Informationen beschützen zu müssen und fordert weitreichende Sperrungen von fragwürdigen Inhalten. Kaum haben wir die Zensursula überstanden, droht uns nun mit dem neuen Jugendmedienstaatsvertrag neues Unheil. Aus technischer Sicht zweifellos von Personen gemacht, die das Netz nicht verstehen, droht uns hier ein Zensur-Szenario wohingehen die Bestrebungen der Zensursula-Ära wie ein Kaffeekränzchen anmuten.
Wie wäre es, mal zur Abwechslung über diese Inhalte zu reden und zu diskutieren, sich damit auseinanderzusetzen statt sie unzugänglich zu machen und es niemanden zu gestatten, sich darüber eine eigene Meinung zu bilden. Ich rede hier nicht von zweifelsfrei illegalen Inhalten, sondern von fragwürdigen. Warum werden die fragwürdigen Inhalte nicht wirklich einmal hinterfragt. Warum ist der gesellschaftliche Diskurs unerwünscht? Verschwinden Dinge, die ich nicht gut finde aus dieser Welt, indem ich einfach die Augen davor verschließe? Muß immer alles sofort unsichtbar gemacht und getilgt werden, was nicht in das Weltbild irgendeiner Gruppe von Menschen passt? Soll die zu schützende Jugend zu einem Haufen unkritischer ahnungsloser verpümpelter nasebohrender Scheisserchen erzogen werden? Oder liegen die Ziele dieser gewünschten Maßnahmen in Wahrheit doch ganz woanders? Missliebige Inhalte jedweder Art aussperren zu können oder die (privaten) Anbieter (freien Contents) so unter (gesetzlichen) Druck zu setzen, daß diese ihre Angebote einstellen oder abwandern. Was im Falle der unsäglichen Unterstützeraktionen der Politik für die "qualitätsjournalierenden" Holzmedien den leidenden Verlagen und ihren altehrwürdigen Geschäftsmodellen vermutlich ganz gut in den Kram passen würde, wenn das lästige Geschmeiss von der Internetfront an der Arbeit gehindert würde. Durch Hürden, die vorgeblich für etwas ganz anderes aufgestellt wurden.
Zum Thema, ob die Jugend durch die angeblich jugendgefährenden Inhalte überhaupt gefährdet wird, gibt es bei Meedia eine kluge Zusammenfassung.
Und eine rechtliche Beurteilung inklusive der Frage, ob der Jugendmedienschutz überhaupt irgendetwas schützt oder nützt findet sich bei RA Stadler.
Infos bei Golem.de, Isotopp, Princess und die aktuellen Aktionen der Piratenpartei.
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