Inzwischen sind fast alle Gegenstände in Kartons verschwunden oder an Freunde und Nachbarn verschenkt worden. Einige Dinge wandern zum Sperrmüll und anderes wurde im Auto eingelagert um morgen, wenn die fleissigen Möbelpacker ihrer Tätigkeit nachgehen zum Roten Kreuz gefahren zu werden.
Die Wohnung verliert ihr Gesicht. Die Regale sind leer. Irgendwie dringt es so allmählich in mein Hirn vor, daß es jetzt wirklich ernst wird. Der Transportkäfig für die verbliebenen drei Wellensittiche steht schon bereit. Die Schreihälse sind auch ganz aufgeregt. Zum letzten Mal in Mannheim die Spülmaschine ausräumen. Zum letzten Mal zum Lieblingsitaliener essen gehen. Gestern noch die letzte Party, heute ist die Essecke vollgestellt mit Kartons und Teppichen.
Es fühlt sich alles ziemlich merkwürdig an. Gestern war ich nochmal in der Stadt, die Steuererklärung abgeben und einen Geschenkgutschein einlösen und das war der auf längere Sicht letzte Bummel durch Mannheim. Es ist nicht so, daß ich diese Stadt besonders geliebt hätte, aber ich hatte mich eben doch an sie gewöhnt und ich lasse hier viele gute Freunde zurück. Allerdings auch ein bislang in weiten Teilen ziemlich merkwürdiges Jahr voller massiver Umbrüche. Es kam einfach soviel (zuviel) zusammen.