Münchens Amseln. Sie sehen aus wie normale Amseln, sind es aber nicht. Normal meine ich. Sie suchen sich in diesem Jahr offenbar verstärkt Nistplätze in hochgefährlichen Umgebungen, gemäß dem Motto "Wenn ich schon Kinder mühselig ausbrüte, dann wenigstens vergeblich!". Oder sind die Viecher psychisch so übel drauf, daß ihnen ein normaler Selbstmord nicht reicht, sondern sie einen erweiterten Selbstmord planen und dafür erstmal Babyamseln brauchen?
Bei Frau D brütete eine Amsel in sehr katzenhaltigen Vorgarten und dieser Tage baute eine andere Amsel im Katzennetz auf dem nachbarlichen Balkon eine Brutstätte. Sehr zur Freude der Nachbarskatzen. Das war Entertainment vom Feinsten für die Miezen.

Hier sehen wir Kater Paul, der gerade in zwei Metern Höhe den Versuch unternimmt, der neuen Nachbarin "Darwinia Amsel" keinen Höflichkeitsbesuch abzustatten. Das Nest befindet sich ungefähr in Höhe der X-Markierung.
Das hier ist dann Darwinia persönlich. Sie hat inzwischen das Gelege aufgegeben. Ist sicher auch gesünder. Nur Paul, Lilly und Joschi werden sie ganz arg vermissen.
Liebe Amseln, ihr steht auf der Roten Liste. Seid doch bitte ein bisschen sorgfältiger bei der Auswahl eurer Nistplätze.
Die Fotos hat der Nachbar gemacht.