Heute kam Herr H. aus M. hier vorbei und hatte einen Castorbehälter im Gepäck, welcher im Handel unter der irreführenden Bezeichnung Tupperdose angeboten wird. Der Gefahrguttransport enthielt eine Ladung höllisch scharfer Chilischoten, welche er mir von Herrn K. aus K. mitgebracht hatte. Auf diesem Foto sind die Höllenbiester jedoch schon ins Zwischenlager migriert worden.
Herr K. äußerte den Wunsch, ich möge das Gefahrgut vermehren und darüber hier berichten. So sei es.
Die Aussaat
Man nehme ein Schüsselchen und etwas Watte. Die Watte hat den Vorteil die Feuchtigkeit dahinzubringen, wo sie gebraucht wird. Die Samen liegen entweder lose im Gefahrguttransporter oder müßen durch Zerbrechen einer Schote gewonnen werden.
Dann feuchte man die Watte gut durch, es darf ruhig ordentlich naß sein, streue die Chilisamen drauf und drücke sie etwas ins Wasser.
Aus Sicherheitsgründen empfehle ich, diese Aktionen mit Werkzeug (Teelöffel/Pinzette) oder Handschuhen durchzuführen. Chilischärfe im Auge oder an der Nase ist kein Vergnügen.
Dann etwas Frischhaltefolie drauf um ein Minigewächshaus zu basteln und ab mit dem Ding an einen hellen, warmen Ort. Regelmäßiges Gießen nicht vergessen.
Es muß immer ordentlich feucht sein, damit die Samen keimen können.
Wie es nach dem Keimen weitergeht, sehen Sie nach der nächsten Maus... ;-) Mit etwas Glück und guter Pflege kommen am Ende solche Prachtkerlchen heraus wie dieses Exemplar. Gezüchtet aus einer aus Ungarn mitgebrachten Schote und leider einziges Erntestück der letzten Ernte. Meine bisherigen Zuchterfolge zeichnen sich nicht eben durch reiche Erträge aus. ;-) Der Bursche hier ist etwa fingerlang.