Figurbetont...
Die neue Variotram, die seit einer Weile durch München fährt, sieht von aussen ganz gut aus - für eine Tram. Innen sieht sie auch ganz gut aus, aber neben den schlimmen Spuren, die der Winter vornehmlich auf dem Fussboden der neuen Fahrzeuge hinterlassen hat, zeichnet sie sich primär durch Enge aus. Das ist unpraktisch. und betrifft zum Beispiel die Beinfreiheit. An manchen Sitzplätzen stossen selbst kurzbeinige Wesen wie ich mit den Knien schnell an ihre Grenzen. Aua! Dann hat man eine noch tolle Engstelle geschaffen, in dem man statt 2+1 Sitzplätze (auf die Gangbreite bezogen) an manchen Stellen 2+2 eingebaut hat. Dort müssen sich sogar schlanke Menschen im Gang seitwärts drehen, insbesondere wenn sie noch Gepäck in Form einer Umhängetasche mitführen. Ausserdem liegen diese Plätze teilweise auf einer Art Erhebung, so daß langbeinige Zeitgenossen ihre Knie auf Ohrenhöhe haben, wenn sie sich dort niederlassen. Bei den ganzen Vorschusslorbeeren für das neue Transportmittel hätte ich mir ein wenig weniger blöde Ausstattungsmerkmale erwartet.
Neben diesen konstruktionsbedingten Schwächen scheint die Technik selbst auch noch ein wenig buggy zu sein. Dieser Tage konnte die Tram nicht losfahren, weil nach einem Meter (!) Fahrtweg irgendein elektronisches Bremsdings zuschlug und eine Vollbremsung auslöste. Nach einige Versuchen, die jeweils zum gleichen Resultat führten, schickte der Fahrer die Passagiere vor die Tür und nach einer Prise organisatorischer Verwirrung habe ich dann mit Bus und U-Bahn den Weg ins Büro angetreten.
Kommentare
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Münchner am :
Stellt sich für mich mal wieder die Frage, welche Körpergröße der Durchschnittsentwickler hatte.