Ich kann dieses Standardargument nicht mehr hören. Es nervt. Es ödet mich an. Jeder dahergelaufene Ernährungsberater, Fernseh- oder engagierte Hobbykoch haut es einem um die Ohren. Und jeder Dummlurch, der sich zentimeterweise Butter aufs Brot schmiert oder sein Essen in einem halben Liter Öl versenkt, plappert es ebenso begeistert wie planlos nach. Das erinnert schon ein wenig an eine Gebetsmühle.
Endlich der perfekte Grund sich Energie im Überfluß einzuverleiben - Fett ist ja ein Geschmacksträger! Egal, ob das jeweilige Essen damit tatsächlich besser schmeckt oder nicht. Leider trägt das Fett ja auch zwangsläufig den schlechten Geschmack oder ist vielleicht sogar der Grund dafür. Egal!!!!! Fett ist doch so ein wichtiger Geschmacksträger. Noch ein wenig mehr Bütterchen ans Rahmsößchen?
Leute, macht nur. Es sind eure Hosen, die im Zweifel kneifen. Aber hört einfach nur auf, jeden immerzu mit diesem Todschlagargument zu penetrieren, insbesondere dann, wenn diejenigen aus $GRUND die täglich zugeführte Energiemenge im Auge behalten müssen oder speziell den Fettkonsum regulieren müssen, weil der Magen sonst komplett Amok läuft.
Vielleicht kippe ich einfach demjenigen, der mir als nächstes mal wieder den Defaultspruch bringt, einfach ein wenig Öl in den Kaffee.