Jede Musikrichtung - sei es Jazz, Psytrance, Metal oder sonstwas hat im Laufe der Zeit selbst wieder diverse interne Stilrichtungen entwickelt. Diese sind teilweise selbst für Anhänger der jeweiligen Basismusikrichtung an objektiven Kriterien (wie etwa "typische Anzahl von BPM") kaum zu unterscheiden und für Aussenstehende klingt sowieso alles mehr oder weniger gleich. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Subrichtungen sind im wesentlichen auch fließend. Spannend wird es vor allem dann, wenn die Fans der jeweiligen Subrichtung sich über andere Subrichtungen äussern im Sinne von "Das kann man sich ja nicht anhören!" "Fürchterliches Gedudel!" "Schlimmes Gebolze!" "Das ertrag ich einfach nicht!" "Schrecklich!" "Eine Schande für $MUSIKRICHTUNG!" Ööööhm???
Ich bin dann immer wieder überrascht, wenn ich mit neuen Begrifflichkeiten und Bezeichnern konfrontiert werde. Jüngstes Beispiel "Paganmetal". Ich mache mir nichts aus Metal, deswegen wird sich das für mich anhören, wie die meisten anderen Metalrichtungen auch. Manchmal bestehen die Unterschiede eventuell auch nur in der Kostümierung der jeweils agierenden Exekutive.
Teilweise kommen mir diese Rangeleien gemessen am Ausmaß der Unterschiede zwischen den Substilen vor, wie wenn sich zwei darüber streiten in welcher Farbe die Küche gestrichen werden soll. Der eine besteht auf Maisgelb und der andere auf Narcissengelb. Und diskutieren darüber als ob es um Grün oder Rot ginge. Naja, irgendwie muss man den Tag ja rumkriegen. ;-)
Ich selbst höre im übrigen nur Minimal-Neo-Full-School und Dark-Advanced-Folxxool. Alles andere kann ich mir einfach nicht anhören!