Gestern hatte ich meine erste MRT. Grund dafür ist ein Ganglion am Handgelenk, im Volksmund auch Überbein genannt. So eine MRT ist schon eine interessante Sache, vor allem soundtechnisch. Für Freunde von Randgruppenmusik eine wahre Freude. Etwas störend ist nur der Umstand, daß man nicht dazu im Takt wippen darf, weil man zur Vermeidung von verwackelten Aufnahmen sehr sehr ruhig liegen muss. Ebenfalls ärgerlich waren die Pausen, in denen im Hintergrund irgendwelches Easy-Listening-Gedudel vor sich hindudelte. Vermutlich zum Zwecke der Patientenberuhigung. Ob ich mal nach MP3-Dateien von dem MRT-Wumms frage?
Statt dem krassen genialen Sound gab es immerhin eine CD von der Radiologiepraxis mit den ganzen hübschen Bildern von meinem Handgelenk und einigen Ausdrucken derselben. Nichts, was ich mir an die Wand hängen würde, aber immerhin interessant anzuschauen. Bei Sourceforge gab's dann auch gleich einen passenden Viewer für die Daten. Damit kann man sich die Bilder nicht nur als lustige Animation angucken, sondern diese auch als Quicktime-Video exportieren. "Funny Video about depolarisiertes Nerd-Handgelenk" oder so ähnlich. Hmmm, nein, das lasse ich dann doch lieber bleiben.
Soundtechnisch hat Sleeparchive einen Track namens "MRI Scanner" zu bieten. Das ist schon ziemlich nah dran. ;) (Danke an Herrn M für den Hinweis.)
Mal sehen, der Herr Doktor will das bestimmt auch sofort operieren. ;) In Sachen Syndrom habe ich mich nach der Konsultation eines Mediziners aus dem Bekanntenkreis zur Frage "Wie finde ich heraus, ob eine OP wirklich sinnvoll ist oder nicht?" erstmal für die konservative Abwarten-Methode entschieden. Die Radiologiepraxis bot übrigens neben Getränken und (Segel)Zeitschriften auch WLAN im sehr stylischen Wartezimmer an.
Und die Tags zu diesem Artikel sind schon eine seltsame Zusammenstellung. :->