Ein gewisser Hans Christian Andersen hat irgendwann ein Märchen über eine kleine Meerjungfrau geschrieben und einige Zeit später hat jemand eine solche aus Metall nachgebaut und sie auf einen Stein im Hafen von Kopenhagen gesetzt. Da das ganz hübsch aussieht, gehen viele Leute dorthin und schauen sich die Metallmeerjungfrau an. Wir auch. Da hockt die Gute auf ihrem Stein und schaut in die Ferne. (Wer wissen möchte, warum Sie das tut, sollte sich einfach das Märchen durchlesen.)
Unser Boot lag übrigens nur einen Katzensprung entfernt vom Sitzplatz der Dame im Hafen (oder besser Häfchen) Langelinie.
Am Geländer, welches die Touristen daran hindern soll, ins Wasser zu hüpfen, hängt eine Hinweistafel. Diese enthält neben einigen Informationen zum Werk auch die Aufforderung bitte nicht auf dem Kunstwerk herumzukraxeln. Also muß die junge Dame weiterhin allein und ungeknuddelt auf ihrem Stein sitzen. Neben dem Verletzungsrisiko für die Kletterfreunde möchte man in einem so großen Hafenareal mit soviel Verkehr nicht ins Wasser fallen. Sauber ist das Wasser dort eher nicht.
Neben der kleinen Meerjungfrau gab es dort noch sehr viele andere Touristen zu sehen, die teils busweise herangekarrt wurden. Ausserdem Verkäufer von den in Dänemark scheinbar sehr populären Obstsalaten im Becher. Und Eiscreme. Und natürlich Andenkenverkäufer, die Rabatte beim Erwerb mehrerer Gipsjungfrauen (Buy 3, pay 2!) geben.
Zum Schluss noch einen Blick aufs Sortiment einer benachbarten Pølserbude (Würstchenbude).
